18 italienische Profi-Klubs angeklagt

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Hat einige große Namen im Visier: Chefankläger Stefano Palazzi

Rom - Das Ausmaß des Wettskandals in Italien übertrifft alle Erwartungen. 18 Profi-Klubs und 26 Spieler müssen sich vor einer Disziplinarkommission verantworten, darunter einige bekannte Namen.

Im italienischen Fußball-Wettskandal werden sich 18 Profi-Vereine sowie 26 Spieler und Funktionäre wegen unerlaubter Wetten und Liga-Manipulation vor der Disziplinarkommission des Fußball-Verbandes (FIGC) verantworten müssen. Dies geht aus dem am Dienstag vorgelegten Ermittlungsbericht von Verbands-Chefankläger Stefano Palazzi hervor.

Unter den Clubs sind auch die Erstligisten Atalanta Bergamo und Chievo Verona sowie die Zweitligisten Ascoli, Verona und Sassuolo. Zu den betroffenen Spielern zählen unter anderem Bergamos Kapitän Cristiano Doni und Ex-Nationalspieler Giuseppe Signori.

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Italienischen Medienberichten zufolge droht Doni eine Sperre von bis zu drei Jahren. Sein Club Atalanta Bergamo wird dagegen aller Wahrscheinlichkeit nach genauso mit einer Geldstrafe davonkommen wie Chievo Verona. Den Vereinen wird keine direkte Beteiligung an Wettmanipulationen vorgeworfen. Nur die Drittligisten Alessandria und Ravenna sollen selbst Spiele manipuliert haben.

Palazzi stützt sich auf die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Cremona. Diese hatte vor zwei Monaten bei einer landesweiten Razzia einen mutmaßlichen Wettbetrügerring zerschlagen und dabei 16 Personen festgenommen. Unter ihnen war auch Signori, der genauso wie Doni jegliche Beteiligung an illegalen Wetten bestreitet. Derzeit stehen rund 60 Erst-, Zweit- und Drittligaspiele unter Manipulationsverdacht.

dpa

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