Mit Sonnenschirm und Handy

Dieser Fußballer ist im Hungerstreik

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Emanuele Pesoli, Profi des italienischen Zweitligisten Hellas Verona, hat sich am Samstag vor dem Sitz des nationalen Fußballverbandes FIGC zum Hungerstreik angekettet. Er will, dass nach seiner Verurteilung im italienischen Wettskandal die Wahrheit ans Licht kommt.

Rom - Emanuele Pesoli, Profi des italienischen Zweitligisten Hellas Verona, hat sich am Samstag vor dem Sitz des nationalen Fußballverbandes FIGC angekettet. Bei seinem Hungerstreik bekommt er Unterstützung.

Seinem Protest hat sich jetzt auch der Profi Maurizio Nassi angeschlossen, der ebenfalls wegen Verwicklung im Wett-und Manipulationsskandal zu einer dreijährigen Sperre verurteilt worden war.

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Mit Sonnenschirm und Handy: Dieser Fußballer ist im Hungerstreik

Nassi wird beschuldigt, zwei Serie B-Matchs in den Jahren 2009 und 2010 manipuliert zu haben, als er bei den Klubs Ancona und Mantova unter Vertrag gestanden hatte. „Ich habe mit Manipulationen keinen Euro verdient, ich will wieder spielen“, sagte Nassi, der ein Treffen mit Verbandspräsidenten Luigi Abete forderte.

Inzwischen setzt Pesoli seinen am Samstag begonnenen Hungerstreik fort. Er will damit gegen die dreijährige Sperre protestieren. Zu jener Zeit stand er beim Zweitligisten AC Siena unter Vertrag. Seit Samstag ist Pesoli vor dem Eingang des Verbandssitz in Rom angekettet.

Pesoli forderte ein Treffen mit den Spielern Carlo Gervasoni und Filippo Carobbio, die ihn der Absprachen beschuldigt haben. Die Aussagen der beiden geständigen Spieler wurden von der Disziplinarkommission des Verbandes für glaubwürdig erachtet.

„Mein Leben ist ruiniert für etwas, was ich nicht getan habe. Ich bleibe hier, solange ich kann“, sagte der 31-jährige Pesoli. Der Verband erklärte, dass nur die Sportgerichtsbarkeit als autonome Institution eine Zusammenkunft von Pesoli mit Gervasoni und Carobbio arrangieren könnte. Verbandssprecher Antonello Valentini äußerte die Hoffnung, dass Pesoli in zweiter Instanz seine Unschuld beweisen könne.

sid

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