Pirlo vs. Xavi

Spanien gegen Italien - Duell der Genies

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Andrea Pirlo (l.) und Xavi - wer entscheidet das Duell der genialen Regisseure und Künstler für sich?

Gniewino/Krakau - Den Fußballfans winkt ein Augenschmaus: Beim EM-Gruppenspiel Spanien gegen Italien kommt es am Sonntag zum direkten Duell der beiden Spielmacher-Stars Xaxi und Andrea Pirlo.

Die Tagesform von Xavi und Pirlo wird den Ausgang der Partie am Sonntag (18.00 Uhr/ZDF) in der Arena Danzig entscheidend beeinflussen. Von ihren Ideen, präzisen Pässen, Taktik- und Tempowechseln lebt das Spiel ihrer Mannschaft. Auch die gegnerischen Spieler zollen den beiden Ausnahmefußballern höchsten Respekt.

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Italiens Daniele De Rossi schwärmte: “Es macht mir Spaß, die Spanier spielen zu sehen. So ein Mittelfeld hat es in der Geschichte des Fußballs noch nie gegeben. Es ist wunderbar und so reich an Talenten: Xavi, Iniesta, Xabi Alonso und auch Busquets - aber über allen steht für mich Xavi.“ Spaniens Abwehrchef Gerard Piqué beantwortete die Frage nach der Bedeutung von Pirlo und Italiens Stürmer-Exzentriker Marco Balotelli aufschlussreich: “Balotelli gewinnt Spiele, Pirlo holt Titel.“

Die Statistik gibt Piqué recht: Mit acht Pokalen ist der Juve-Star der erfolgreichste Titelsammler in der italienischen EM-Mannschaft: Neben der Weltmeisterschaft in Deutschland gewann er zweimal die Champions League, wurde Club-Weltmeister, dreimal Meister und je einmal italienischer Pokalsieger und Super-Pokalsieger.

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Im Vergleich zu Xavi liest sich diese Bilanz indes bescheiden. Der Katalane ist Welt- und Europameister sowie dreifacher Champions-League-Gewinner. Mit dem FC Barcelona holte der 32-Jährige zudem sechs Meistertitel, zwei Landespokale und sechsmal den spanischen Superpokal. Erwähnenswert sind auch die zwei Club-Weltmeisterschaften und zwei UEFA-Supercups.

In der Selección ist Xavi auf dem Platz die unumstrittene Nummer 1. Auch die Mittelfeld-Stars Andrés Iniesta, David Silva, Xabi Alonso, Sergio Busquets, Cesc Fábregas akzeptieren bedingungslos und überzeugt die Chefrolle des 1,70 Meter kleinen Vordenkers. Beim spektakulären Kurzpass-Kunstwerk “Tiki Taka“ in Höchstgeschwindigkeit bestimmt er Rhythmus und Richtung.

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In der Squadra Azzurra führt Pirlo mit stoischer Ruhe, einem brillanten Auge und genialen Pässen Regie. Der Lombarde ist mit 33 Jahren in der Form seines Lebens, auch wenn er mit dem Ball nicht zu den Schnellsten zählt.

Beim AC Mailand hatte ihn Trainer Massimiliano Allegri in der Meister-Saison 2011 ausgemustert - ein fataler Fehler. Der 1,77 Meter große Mittelfeldspieler wechselte verbittert nach Turin, blühte wieder auf und führte Juventus zum Titel. Eine süße Rache, die der sonst so stille Star genoss: “Ich muss Allegri danken, der mich nicht mehr wollte“, sagte Pirlo nach dem unerwarteten Triumph mit Juve. “Pirlos Karriere spricht für sich“, sagte De Rossi.

dpa

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