Zweitliga-Saisonauftakt

Sanogo verhindert FCI-Sieg - Pauli und Hertha Remis

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Ex-Bundesligaprofi Boubacar Sanogo hat einen Sieg des Geheimfavoriten FC Ingolstadt gegen Cottbus verhindert.

Köln - Topfavorit Hertha BSC, der langjährige Erstligist FC St. Pauli und Geheimfavorit FC Ingolstadt haben in der 2. Fußball-Bundesliga Auftaktsiege verpasst

Obwohl die Favoritenrollen in den ersten drei Spielen am Freitag klar verteilt schienen, blieben alle Partien ohne Sieger.

Absteiger Hertha musste nach dem 2:2 (0:1) gegen das letztjährige Überraschungsteam SC Paderborn sogar noch zufrieden sein, den Ausgleich erzielte der aus Mainz gekommene Sami Allagui erst in der 88. Minute. St. Pauli kam bei Erzgebirge Aue nicht über ein müdes 0:0 hinaus, Ingolstadt gab beim 2:2 (2:0) gegen Energie Cottbus eine komfortabele Halbzeitführung aus der Hand.

In Berlin hatten SCP-Neuzugang Deniz Yilmaz (43.) und Alban Meha (86., Foulelfmeter) die Ostwestfalen zweimal in Führung gebracht. Ronny (64.) im ersten Spiel nach dem Abgang seines Bruders Raffael zu Dynamo Kiew und Allagui bewahrten das Team des neuen Trainers Jos Luhukay zumindest vor einer Niederlage.

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Ingolstadt gab den Sieg trotz eines Doppelpacks von Kapitän Stefan Leitl (18./28., Handelfmeter) noch aus der Hand. Beide Treffer für die Lausitzer, die nach der schwachen Rückrunde der Vorsaison einen Fehlstart gerade noch verhinderten, erzielte Neuzugang Sanogo (80./88.).

Ingolstadt, von sieben Trainern als ein Aufstiegsfavorit benannt, war zumindest das erste Tor der neuen Saison gelungen, und es war ein kurioses: Leitl wollte eigentlich Stürmer Caiuby steil schicken, dieser ließ den Ball in Abseitsposition laufen, also nahm Leitl ihn wieder auf und vollendete. Dem zweiten Tor ging ein klares Handspiel von Ivica Banovic, ebenfalls nach Freistoß von Leitl, voraus. Nach dem Wechsel ließ Ingolstadt die Zügel etwas schleifen und wurde durch Sanogo bitter bestraft.

Vor 12.200 Zuschauern im Erzgebirgsstadion zeigten beide Mannschaften über weite Strecken der Partie viel Stückwerk. Spielerisch lief wenig zusammen, Chancen waren lange Zeit Mangelware. „Das hat sicher niemanden von den Sitzen gerissen. Es ist ein typisches Auftaktspiel, beide Mannschaften tasten sich noch ab“, hatte Aues Sportdirektor Steffen Heidrich bereits zur Halbzeit gesagt.

Die Hertha war vor den nur 23.404 Zuschauern im Berliner Olympiastadion - das Sportgerichtsurteil nach dem Relegationsspiel gegen Fortuna Düsseldorf erlaubte nur 22.500 Berliner zu - die insgesamt feldüberlegene Mannschaft, im Angriff aber auch lange Zeit nicht durchschlagskräftig genug. Paderborn hielt trotz der insgesamt acht Abgänge in der Sommerpause gut mit und blieb offensiv gefährlich.

Hertha trat ohne Stammtorhüter Thomas Kraft und Lewan Kobiaschwili an, die nach der Relegation vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) für vier Spiele beziehungsweise sogar siebeneinhalb Monate aus dem Verkehr gezogen worden waren.

sid

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