1000 Mal Bundesliga

Heynckes feiert historisches Jubiläum

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Jupp Heynckes macht am Samstag die 1000 voll.

München - 1000 Mal Bundesliga - das hatte sich Jupp Heynckes beim Debüt als 20 Jahre junger Spieler nicht ausgemalt. Auch Thomas Schaaf feiert ein Jubiläum.

Vor fast 48 Jahren hat für Jupp Heynckes alles angefangen. Damals gab es im Fernsehen noch Schwarz-Weiß-Bilder von der Bundesliga zu sehen. Und er verdiente als junger Fußball-Profi bei Borussia Mönchengladbach „160 Mark im Monat“, wie er am Freitag erzählte. Am 14. August 1965 bestritt Heynckes mit Mönchengladbach sein Erstligadebüt gegen Borussia Neunkirchen (1:1), es war der Beginn einer großen Karriere, die wohl im Sommer beim FC Bayern München ruhmreich enden wird.

369 Mal spielte er in der Bundesliga. Und am Samstag (15.30 Uhr) feiert der inzwischen 67-Jährige im Heimspiel des FC Bayern gegen Werder Bremen mit seinem 631. Einsatz als Trainer ein Jubiläum: Es ist sein 1000. Bundesligaspiel! „Das ist eine imposante Zahl“, sagte der Jubilar. Er könne auf eine „sehr erfolgreiche und schöne Zeit zurückblicken“, sagte Heynckes. Unvergesslich sei für ihn die erste Meisterschaft 1971 mit Gladbach, als man „revolutionären Fußball“ gespielt habe. Seitdem habe sich der Fußball „kolossal verändert“.

In der Bundesliga hat nur Otto Rehhagel mit 1037 Partien (201 Spieler/836 Trainer) vor ihm die Schallmauer von 1000 durchbrochen. Er könne „nicht nur ein Buch schreiben, sondern mehrere“, bemerkte Heynckes. Werder-Coach Thomas Schaaf feiert in der Allianz Arena ebenfalls ein Jubiläum: Er steht vor seinem 750. Einsatz, wenn man zu den 262 Partien als Spieler und den 468 als Trainer in der Bundesliga auch noch seine 19 Zweitliga-Auftritte im Werder-Trikot mit einrechnet. Gegenseitige Geschenke soll es aber nicht geben, wie Heynckes bemerkte: „Das Spiel gegen Bremen wollen wir gewinnen.“

Heynckes wird in seinem 1000. Spiel die Rotation in Gang setzen. Unter anderem wird Arjen Robben neu ins Team rücken. „Arjen ist körperlich gut drauf“, erklärte Heynckes am Freitag. Der Holländer sei „ungemein ehrgeizig“. Und im Pokal-Viertelfinale gegen Borussia Dortmund wird er in Topform gebraucht, weil dann Franck Ribéry wegen Rot-Sperre fehlen wird. Gegen Bremen dürfen Robben und Ribéry gemeinsam ran. Auch Mario Gomez, Luiz Gustavo, Xherdan Shaqiri und Rafinha könnten für Mario Mandzukic, den leicht angeschlagenen Javi Martínez, Toni Kroos und Philipp Lahm auflaufen, die wie der für Robben weichende Thomas Müller reinrotieren könnten.

Ein Einsatz von Jérome Boateng in der Abwehr hängt von dessen Fitness nach einer Erkältung ab. Die letzten Spiele hätten „ungemeine Substanz“ gekostet, begründete Heynckes die möglichen Umstellungen. Es gelte für ihn „zu vermeiden, dass die Mannschaft müde ist und einen Durchhänger hat“.

Früher sei Bayern gegen Bremen „ein richtiger Schlager“ gewesen, stellte Heynckes fest. Aktuell sieht er Werder im Umbruch. Der Tabellenelfte verfüge aber über „wunderbare Kreativspieler nach vorne“. Das kommt vor allem Nils Petersen zugute. Elf Tore hat der vom FC Bayern ausgeliehene Angreifer in dieser Saison schon erzielt.

Bremen sei der „richtige Weg“ für Petersen, sagte Heynckes. Vieles deutet darauf hin, dass der 24-Jährige auch über den Sommer hinaus das Bremer Trikot tragen wird. Bei seiner Rückkehr für 90 Minuten nach München möchte Petersen auch erfolgreich sein, zumal es sein Noch-Arbeitgeber locker verkraften könnte, wie der Stürmer im Vorfeld scherzte: „Zum Glück ist die Tabellensituation der Bayern so komfortabel, dass ich ihnen mit Bremen nicht wehtun kann.“

dpa

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