Illgner weiß, wie er den 1. FC Köln führen würde

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Bodo Illgner hat eine Abschlussarbeit über den 1. FC Köln geschrieben

Köln - Bodo Illgner, Torhüter der deutschen Weltmeistermannschaft 1990, hat Interesse am Sportdirektorenposten bei seinem Ex-Klub 1. FC Köln. Er hat sich schon mit der Aufgabe befasst.

„Ich habe im Dezember in Madrid meinen Manager-Schein gemacht. Es gab noch keine Gespräche mit dem FC, aber wenn es eine Möglichkeit gibt, ist das natürlich interessant. Ich bin gesprächsbereit“, sagte der 44-Jährige dem Kölner Stadt-Anzeiger (Dienstag-Ausgabe). Am Samstagabend hatte der FC die Zusammenarbeit mit Sportdirektor Volker Finke beendet.

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Kölns Geschäftsführer Claus Horstmann wollte sich zu Personalspekulationen nicht äußern: „Natürlich gibt es erste Gedankenspiele, wir geben aber keine Wasserstandsmeldungen ab.“

Illgner, der auch bei Real Madrid unter Vertrag gestanden hatte und zurzeit in Spanien lebt, hatte als Thema seiner Abschlussarbeit in Madrid gewählt: „Wie würde ich den 1. FC Köln führen?“ In der Bild-Zeitung sagte der einstige Keeper: „Andere Profis haben in ihrer Karriere für acht bis zehn Vereine gespielt - ich nur für zwei. Da war es leicht, mein Herz zu verteilen. Der FC war immer eine der ersten Adressen. Es wird mal wieder Zeit, dass es wieder so wird.“

Die Projektarbeit habe 20 Seiten umfasst, „unter anderem ging es um ein Klub-Organigramm. Ich finde, im Vergleich zu anderen Klubs ist die FC-Struktur vernünftig“. Illgner hat sich schon konkrete Vorstellungen, wie er einen Verein aufstellen möchte: „Über allem schwebt der Klub. Vorstände, Spieler, Trainer, Manager gehen - der Klub bleibt bestehen. Meine Philosophie ist ein einheitliches System von der U16 bis zum Profi-Team. Ein Spielsystem, das zum Beispiel für den FC steht und zu ihm passt.“

sid

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