Hummels sauer auf Stadionzündler

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Mats Hummels nervt Pyrotechnik im Stadion

Dortmund - Mats Hummels von Borussia Dortmund hat in der anhaltenden Diskussion um den Einsatz von Pyrotechnik an die Vernunft der eigenen Anhänger appelliert. Zündler regen ihn auf.

„Eine Sache, die rein gar nichts mit Fußball zu tun hat, muss ich heute loswerden. Diese Böllerwerferei/Raketenschmeißerei ist das Unnötigste was 'Fans' machen können. Es beweist weder, dass ihr uns besonders unterstützt, es hilft der Mannschaft nicht (es nervt uns sogar) und es ist gefährlich. Bei mehreren Tausend Leuten außenrum sollte es eigentlich möglich sein, diese Randalierer zu stoppen“, schrieb Hummels auf seiner Facebook-Seite.

Laut einer Umfrage des Markt- und Meinungsforschungsinstituts promit ist ohnehin die überwältigende Mehrheit der Deutschen gegen Pyrotechnik in Fußballstadien. 76,8 Prozent sprechen sich für eine Fortsetzung des Verbotes aus. Damit bestätigt die Umfrage das Ergebnis einer Erhebung, die der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und die Deutsche Fußball Liga (DFL) in Auftrag gegeben hatten. 84,4 Prozent sprachen sich darin gegen Pyrotechnik in deutschen Stadien aus.

Allerdings gehen die Meinungen über den Einsatz von Pyrotechnik in den Stadien weit auseinander. Im ZDF-Sportstudio outete sich zuletzt sogar Bayern-Präsident Uli Hoeneß als Fan der bengalischen Feuer. „Jeder kennt mich und weiß, dass ich ein großer Pyromane bin. Aber auch mir ist schonmal fast was passiert. Das war aber mein Risiko. Wir alle sind im Stadion verantwortlich für die Gesundheit anderer“, sagte Hoeneß über das für die Fans so wichtige Thema Pyrotechnik: „Ich bin morgen dabei, dass man einen Sektor schafft, wenn das vom Staat genehmigt ist, wenn man sich nicht im strafrechtlichen Bereich bewegt.“

Genau dieses hatte die Fan-Organisation „Pyrotechnik legalisieren, Emotionen respektieren“ in mehreren Gesprächen mit dem DFB vorgeschlagen. Ein Lösungsansatz sah vor, dass das Abbrennen von Pyrotechnik in bestimmten gekennzeichneten Flächen und von ausgebildeten Personen zu abgesprochenen Zeiten erfolgen sollte. Doch in einer Pressemitteilung erteilten DFB und DFL dem Wunsch eine Absage.

sid

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