Hummels: Cooler Konter nach Sticherleien

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Mats Hummels (r.), hier nach dem 4:4 gegen Stuttgart

Wolfsburg - Unbekümmert, unbeeindruckt und vor allem unbesiegt geht Meister Borussia Dortmund ins Spitzenspiel der Fußball-Bundesliga gegen Bayern München.

Die Bosse von Borussia Dortmund taten alles, um den mit Spannung erwarteten Showdown mit Bayern München kleinzureden - doch Nationalspieler Mats Hummels wagte sich in die Offensive. „Wenn wir gegen die Bayern gewinnen, dann glaube ich nicht mehr, dass wir uns das nehmen lassen“, sagte der Innenverteidiger nach dem 3:1 (1:0)-Erfolg beim VfL Wolfsburg und schickte eine klare Kampfansage an den letzten Rivalen im Kampf um die deutsche Fußball-Meisterschaft.

„Wenn eine Vorentscheidung fällt, dann nur zu unseren Gunsten“, sagte Hummels sogar. Das „böse“ Wort von der Vorentscheidung - Hummels hatte es benutzt. Und das, obwohl fast alle Dortmunder genau diesen Ausdruck bewusst vermieden hatten. Aber eben nur fast. Von der „Schale“ darf man in Dortmund ja schon seit einigen Wochen ganz offiziell reden, doch nach dem über weite Strecken souveränen Sieg hatte es fast den Anschein, als wollte der „Meister des Understatements“ wieder zuschlagen.

So war es dann auch wenig verwunderlich, dass Trainer Jürgen Klopp seinen vorgepreschten Leistungsträger wieder einfing. „Ich habe nicht den Eindruck, dass eine Vorentscheidung fällt. Und das ist für mich, ehrlich gesagt, die einzig relevante Meinung“, sagte Klopp nach dem 23. Spiel des BVB in Folge ohne Niederlage.

Das schwere Restprogramm, die engagierten kommenden Gegner, das bevorstehende Derby gegen Schalke 04 - Klopp führte einige Gründe an. Doch bei einem Sieg beim „Giganten-Gipfel“ in Dortmund am Mittwoch hätte der Titelverteidiger sechs Punkte Vorsprung vor dem Konkurrenten - vier Spiele vor Saisonende. Nur die größten Pessismisten dürften dann noch ernsthaft daran glauben, dass der BVB sich diesen Vorsprung noch nehmen lässt.

Zumal, wenn er erneut so dominant auftritt wie in Wolfsburg. Der VfL hatte immerhin die letzten vier Begegnungen gewonnen und erst drei Heimspiele in der Saison verloren. Robert Lewandowski (22./90. ) mit seinen Saisontreffern Nummer 18 und 19 sowie Ilkay Gündogan (49.) trafen für den BVB, Mario Mandzukic (61.) schoss für Wolfsburg das 1:2.

„So ein Auswärtssieg bei einem Verein, der vor nicht allzu langer Zeit deutscher Meister war, ist ein Ausrufezeichen. Wenn nicht sogar zwei“, sagte BVB-Präsident Reinhard Rauball und fügte mit Blick auf das Spiel am Mittwoch vielsagend an: „Ich habe lieber drei Punkte Vorsprung als drei Punkte Rückstand.“ Fast sah es so aus, als sollte Hummels noch Beistand erhalten, doch von einer möglichen Vorentscheidung wollte dann auch Rauball nichts wissen - zumindest nicht offiziell.

Den Wolfsburgern wurden dagegen nach längerer Zeit mal wieder die Grenzen aufgezeigt. Zwar zeigten die Niedersachsen eine durchaus gute Leistung und brachten nach dem 1:2 den Meister sogar zwischenzeitlich in Bedrängnis. Zu mehr reichte es allerdings nicht. Dennoch ist auch für Trainer Felix Magath das Saisonziel noch erreichbar. Denn für den VfL steht am Mittwoch ein nicht minder spannendes Spiel auf dem Programm. Dann müssen die „Wölfe“ nach Hannover reisen, zum niedersächsischen Rivalen und direkten Konkurrenten um die Europapokalplätze.

sid

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