Hopp: Schwache Vorrunde wegen Schall-Affäre

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Für 1899-Mäzen Dietmar Hopp ist die Schall-Affäre der Hauptgrund für die schwache Vorrunde.

Hoffenheim - Mäzen Dietmar Hopp vom Fußball-Bundesligisten 1899 Hoffenheim sieht den Grund für die enttäuschende Hinrunde der Kraichgauer in der Schall-Affäre.

„Sie hat dazu beigetragen, dass die Mannschaft schlechter gespielt hat. Diesen Eindruck hatte ich. Die Frustration war sehr groß danach, auch bei den Spielern, die Aufbruchstimmung nach dem guten Saison-Start weg“, sagte Hopp der Bild-Zeitung.

Am 2. Spieltag der laufenden Saison hatte beim Spiel der Hoffenheimer gegen den deutschen Meister Borussia Dortmund (1:0) eine selbst gebastelte „Beschallungsanlage“ einen handfesten Skandal ausgelöst. Wegen der massiven Schmährufe gegen 1899-Mäzen Hopp war ein Hausmeister der Badener auf die Idee gekommen, die Anlage zu installieren. Wie ein DJ schob der Hausmeister vor 30.000 Zuschauern die Regler nach oben, um die Hass-Gesänge der Dortmunder gegen Hopp zu übertönen.

„Ja, das war wirklich unsäglich. Das hätte bei uns nicht passieren dürfen. Aber: Die Wucht, wie wir danach öffentlich an den Pranger gestellt wurden, wie mit uns umgegangen wurde - von den Medien und von Anhängern der anderen Vereine -, hat uns überrascht und viele auch tief getroffen“, sagte Hopp, der allerdings bestritt, dass die „Beschallungsanlage“ gesundheitsgefährdend gewesen sei: „Wir wurden vorverurteilt, an die Wand gestellt. Inzwischen ist ja durch einen Gutachter bewiesen, dass die Maschine keine gesundheitlichen Schäden hervorruft - da hätte sie tausendfach lauter sein müssen.“

SID

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