Bayer-Boss sauer

Holzhäuser auf Konfrontationskurs mit Löw

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Wolfgang Holzhäuser ist sauer auf Joachim Löw.

Köln - Bayer Leverkusen geht auf Konfrontationskurs zu Bundestrainer Joachim Löw. Vor allem die Personalie Stefan Kießling passt Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser nicht.

Wochenlang haben die Bayer-Verantwortlichen die Nominierung mehrerer ihrer Spieler gefordert, doch als „Notnagel“ bei der US-Reise Ende Mai und Anfang Juni würden sie sie nur äußerst ungern sehen.

„Sinn und Zweck dieser Reise erschließen sich mir nicht. Und wenn trotz guter Leistungen im Moment nur zwei Bayer-Spieler nominiert werden, müssen es bei der USA-Reise auch nicht mehr sein. Denn das würde zulasten der Vorbereitung gehen und einen verkürzten Urlaub bedeuten“, sagte Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser dem SID: „Wenn die Reise zur Vorbereitung auf die WM-Qualifikation dient, müssen die besten Spieler dabei sein. Und Joachim Löw hat oft genug betont, dass er zur bestmöglichen Mannschaft aus Bayer-Sicht derzeit nur Lars Bender und Andre Schürrle zählt.“ Im Kölner Express hatte Holzhäuser zuvor gesagt, die Bayer-Profis würden mit „zwei Ausnahmen ignoriert“.

Löw will bei der US-Reise mit Spielen gegen Ecuador (29. Mai in Miami) und die von Jürgen Klinsmann trainierten USA (2. Juni in Washington) auf die Spieler von Bayern München oder Borussia Dortmund, auf die aus den ausländischen Ligen sowie der U21 verzichten. Sollte er dann neben Bender und Schürrle beispielsweise auch noch Stefan Kießling, Gonzalo Castro oder auch Stefan Reinartz berufen, würde der Tabellendritte sie aber freigeben. „Wir haben eine Abstellungspflicht, der würden wir zur Not nachkommen“, sagte Holzhäuser.

Für die beiden Qualifikationsspiele Ende März gegen Kasachstan rechnet er jedoch nicht mit mehreren Bayer-Spielern. „Ich glaube nicht, dass Löw das machen wird“, sagte er und bestritt auch, dass es schon eine Zusage für Kießling für diese Spiele gebe.

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Eine Nominierung des besten Bundesliga-Torjägers im Kalenderjahr 2012 würde in den Augen des Bayer-Geschäftsführers derzeit auch wenig Sinn ergeben. „Ich habe da eine relativ einfache Haltung“, sagte Holzhäuser: „Stefan Kießling ist 29 Jahre alt. Er soll sich darauf konzentrieren, bei der WM 2014 dabei zu sein. Wenn er jetzt dabei wäre und im Endeffekt auf der Tribüne sitzen würde, würde ihm dies wenig bringen.“

SID

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