Holstein-Spieler beleidigen Pokalgegner Dortmund

Kiel - Bei Pokal-Schreck Holstein Kiel ging die Freude über das Erreichen des DFB-Pokal-Viertelfinales gegen Borussia Dortmund so weit, dass einigen Spielern vor laufender Kamera die Gäule durchgingen.

Die Holsteiner, die durch den verdienten 2:0-Sieg gegen den Bundesligisten FSV Mainz 05 zum ersten Mal seit 68 Jahren wieder ins Pokal-Viertelfinale einzogen, ließen ihrer Freude über den überraschenden Triumph freien Lauf. Gemeinsam mit einigen Edelfans verfolgten die Regionalliga-Kicker die Viertelfinal-Auslosung zu später Stunde im eigenen Vereinsheim, in das die ARD unmittelbar nach der Ziehung des nächsten Gegners Borussia Dortmund aus dem Studio eine Live-Schaltung legte.

Moderator Reinhold Beckmann, der neben TV-Experte Mehmet Scholl auch die "Glücksfeen" Oliver Bierhoff und Nationalspielerin Melanie Behringer zu Gast hatte, wollte Holstein-Trainer Thorsten Gutzeit nach dessen Einschätzung über den kommenden Gegner befragen. Während Gutzeit davon sprach, das Spiel gegen den deutschen Meister sei ein Traum für jeden seiner Spieler, schweifte direkte hinter ihm das Geschehen aus.

Hier sehen Sie die Schmähgesänge im Youtube-Video

Dort hüpften und sangen sich die Holstein-Spieler, offenbar durch den sensationellen Viertelfinal-Einzug, das attraktive Los und das eine oder andere Kaltgetränk berauscht, regelrecht in Extase - allerdings nicht auf die feine Art. "Ladiladiladiladiohhh ... BVB Hurensöhne", skandierte der Mob außer Rand und Band, so dass die Einschätzung von Trainer Gutzeit nur noch schwer wahrzunehmen war. Erst nach wenigen Minuten beruhigte sich die Situation und Beckmann konnte sein Interview fortsetzen.

Die Schmähgesänge dürften sich mittlerweile bis zu den Dortmunder Spielern rumgesprochen und für ein zusätzliches Maß an Motivation gesorgt haben. Die nächste DFB-Pokalrunde findet am 7.(. Februar des kommenden Jahres statt.

Jetzt haben die BVB-Fans aber zurückgeschlagen: Das Dortmunder Fanzine schwatzgelb.de rief jetzt seine Anhänger zum Sturm auf die Facebook-Seite der Holsteiner auf. Durch das Posten virtueller Pappen in den Vereinsfarben des BVB sollte ein Zeichen gesetzt werden. Die Aktion hatte schon am Donnerstagmorgen zahlreiche Anhänger gefunden.

wi

Rubriklistenbild: © dpa

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