Hoffnung für Dortmund - Pleite für Bayer

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Der Dortmunder Kevin Großkreutz feiert mit seinen Teamkollegen sein Tor

Dortmund - Der deutsche Fußball-Meister Borussia Dortmund hats eine letzte Chance genutzt und darf weiter vom Achtelfinal-Einzug in der Champions League träumen. Bayer Leverkusen hatte weniger Glück.

Bayer Leverkusen hat dagegen seine Trümpfe aus der Hand gegeben. Nach dem verdienten 1:0 (1:0) am vierten Spieltag gegen Olympiakos Piräus hat der BVB vier Punkte auf dem Konto und verbesserte sich auf den dritten Rang vor den griechischen Meister. Leverkusen unterlag beim FC Valencia 1:3 (1:1) und verpasste dadurch den vorzeitigen Einzug in die Runde der letzten 16. Die Spanier, die das Hinspiel 1:2 verloren hatten, liegen vor den letzten beiden Runden als Tabellendritter nur noch einen Punkt hinter dem Werksklub.

Kevin Großkreutz sorgte mit seinem ersten Europacup-Treffer (7.) für die Entscheidung und vor 65.590 Zuschauern im ausverkauften WM-Stadion gleichzeitig für eine gelungene Revanche für die 1: 3-Niederlage zwei Wochen zuvor in der griechischen Hauptstadt.

Das „Endspiel“ sah von Beginn an hochmotivierte Borussen, die schon nach drei Minuten den Führungstreffer auf dem Fuß hatten. Doch Großkreutz zirkelte den Ball freistehend aus nur elf Metern nach einem Pass von Mario Götze über das Tor. Besser machte es der Nationalspieler wenig später als er den Ball aus 20 Metern unhaltbar für Olympiakos-Torhüter Balasz Megyeri zum Führungstreffer in die Maschen wuchtete.

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Der 38-malige griechische Meister versuchte, aus einer gut gestaffelten Defensive mit Kontern zum Erfolg zu kommen. Den ersten Torschuss ihrer Mannschaft sahen die mitgereisten Fans in der 15. Minute von Kevin Mirallas, doch BVB-Keeper Roman Weidenfeller parierte ohne Mühe. Im Vergleich zum Auftritt im Hinspiel wirkte die Dortmunder Abwehr wesentlich konzentrierter und im Angriffsspiel durchdachter und torgefährlicher.

Im Gegensatz zu den ersten drei Gruppenspielen präsentierte sich der BVB nicht so ungestüm und schien seine Lehren aus den Niederlagen in Marseille (0:3) und Piräus gezogen zu haben. Dass auch die Gäste-Abwehr verwundbar ist, zeigte sich nach einer Stunde, als Robert Lewandowski aus spitzen Winkel nur den Pfosten traf.

In Valencia machten Roberto Soldado in der 65. und Adil Rami in der 75. Minute machten am Ende den glücklichen Sieg der Spanier perfekt. Valencia hatte vor 40.000 Zuschauern Leverkusen mit einem Blitztreffer von Jonas (1.) bereits früh geschockt, ehe Stefan Kießling in der 31. Minute der durchaus verdiente Ausgleich für die Werkself gelang. Am Ende feierten Valencia aber seinen ersten Heimsieg gegen eine deutsche Mannschaft seit 15 Jahren.

Mit dem bislang zweitschnellsten Tor in der Geschichte der Champions League waren die Hausherren in Führung gegangen. Nach exakt 10,50 Sekunden nutzte Jonas einen kapitalen Fehler von Bayer-Torwart Bernd Leno zum 1:0. Der Keeper hatte nach einem Rückpass von Manuel Friedrich dem brasilianischen Nationalspieler den Ball vor die Füße gespielt. Jonas, der bereits im Hinspiel die Spanier in Führung gebracht hatte, ließ der Leihgabe vom VfB Stuttgart keine Chance. Schneller als Jonas war bislang nur der Niederländer Roy Makaay, der am 7. März 2006 für Bayern München nach 10,03 Sekunden gegen Real Madrid getroffen hatte.

Nach dem Blitztor für Valencia lief bei Bayer zunächst wenig zusammen. Erst nach 17 Minuten hatten die Gäste eine gute Möglichkeit, als Ömer Toprak mit einem Kopfball am glänzend reagierenden FC-Torwart Diego Alves scheiterte. Der zuletzt schon überzeugende Michael Ballack setzte dann nach einer guten halben Stunde mit einer Maßflanke Kießling hervorragend in Szene, der sich diese Chance nicht entgehen ließ und seinen ersten Treffer in der Königsklasse erzielte. Anschließend kontrollierte Bayer das Geschehen.

Auch im zweiten Durchgang hatten die Gäste zunächst mehr vom Spiel, auch wenn Valencia mit aller Macht auf Sieg spielte. Aber die Bayer-Abwehr hielt den zumeist ungestümen Angriffen der Hausherren bis zur 65. Minute stand. Soldado nutzte dann einen Fehler des bis dahin starken Toprak zur umjubelten Führung, ehe Rami Manuel Friedrich düpierte und per Kopf für die Entscheidung sorgte.

SID

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