Transferfenster schließt

Hoffenheim reduziert Kader - Babel weg

+
Kurz vor dem Ende der Transferperiode am Freitag hat 1899 Hoffenheim fleißig seinen Kader reduziert. Am Donnerstag löste der Bundesligist vorzeitig den bis Saisonende gültigen Vertrag mit Stürmer Ryan Babel auf.

Zuzenhausen - Kurz vor dem Ende der Transferperiode am Freitag hat 1899 Hoffenheim fleißig seinen Kader reduziert. Am Donnerstag löste der Bundesligist vorzeitig den bis Saisonende gültigen Vertrag mit Stürmer Ryan Babel auf.

Zuvor hatte der Verein bereits Nachwuchsspieler Joseph-Claude Gyau an den Zweitligisten FC St. Pauli ausgeliehen.

Auch die Verteidiger Isaac Vorsah und Edson Braafheid stehen vor dem Absprung. Vorsah weilte am Donnerstag bereits in Salzburg, um beim österreichischen Erstligisten Red Bull den Medizincheck zu absolvieren. Der Ghanaer soll an den Club verkauft werden, bei dem der frühere Hoffenheimer Trainer Ralf Rangnick als Sportdirektor fungiert.

Der im Januar 2011 vom FC Liverpool gekommene Babel hatte in den Plänen von Trainer Markus Babbel wie auch sein niederländischer Landsmann Braafheid keine Rolle mehr gespielt. Wohin Babel wechselt, wurde zunächst nicht bekannt. Der Angreifer hatte in 45 Einsätzen für die Kraichgauer lediglich fünf Tore erzielt. Braafheid wird mit Vereinen aus der heimischen Ehrendivision in Verbindung gebracht.

Der ehemalige Kapitän Andreas Beck steht zwar nicht vor dem Abschied, seine Aussichten im Kraichgau sind aber eher düster. „Ganz klar, der Andy macht zu viele spielentscheidende Fehler“, kritisierte Babbel den früheren Nationalspieler. Gegen Eintracht Frankfurt dürfte sich Beck daher an diesem Samstag (15.30 Uhr) wohl eher auf der Bank wiederfinden. Für ihn würde dann Neuzugang Stephan Schröck auf die Rechtsverteidiger-Position rücken.

Unterdessen haben sich Mannschaft, Trainerstab und Mäzen Dietmar Hopp während der Woche mit rund 400 Fans getroffen, um über den verpatzten Saisonstart mit Pokal-Aus und Bundesliga-Auftaktniederlage in Gladbach zu sprechen. „Wir haben versucht, ihnen viele Ängste zu nehmen“, sagte Babbel. Als Entschädigung für die „nicht entschuldbare“ Pokal-Blamage beim Viertligisten Berliner AK werden die Profis aus der Mannschaftskasse die Fanfahrt zum Auswärtsspiel in Bremen in der Rückrunde bezahlen.

Doch bis zum kommenden Jahr wollen die Hoffenheimer mit der Versöhnung mit ihren Fans nicht warten. Schon ein Sieg gegen Frankfurt könnte das Vertrauensverhältnis zwischen Team und Anhängern wieder herstellen. „Wir wollen die Fans mit einem Sieg beschenken“, sagte Babbel.

dpa

Kommentare