Hoeneß schimpft auf "die Herren von der EU"

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Bayern-Präsident Uli Hoeneß ist mit vielen EU-Urteilen nicht zufrieden.

München - Die Entscheidung der EU, in Zukunft ausländische Decoderkarten nicht mehr zu verbieten, hat in vielen Ligen für Empörung gesorgt. Es drohen Verluste in Milliardenhöhe. Jetzt spricht Bayern-Präsident Uli Hoeneß.

Die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes, dass Verbote ausländischer Decoderkarten für den Empfang inländischer Ligaspiele gegen EU-Recht verstößt, trifft viele Ligen schwer. Für Deutschland bedeutet dies, dass der Pay-TV-Anbieter Sky in Zukunft neue Konkurrenz bekommen könnte.

Uli Hoeneß zweifelt jedoch an der Wirkungskraft der Entscheidung: "Das Urteil ist total unwichtig, weil es nach meiner Meinung überhaupt keinen Einfluss haben wird." Der Bayern-Präsident sieht den Unterschied in der Qualität des Produktes, welche in Deutschland immer höher sein werde als im Ausland. "Dort kann man maximal vier oder fünf Bundesliga-Spiele sehen. Es gibt weder alle Spiele, noch eine Konferenzschaltung. Dazu hat der Zuschauer keinen deutschen Kommentar", sagte Hoeneß zur Sport Bild.

Auch für den Fall, dass ausländische Anbieter ihre Produkte entsprechend verbessern, sieht der Bayer kein großes Problem: "Es ist schnell zu ermitteln, wo die ganzen Kunden abwandern. Für diese Länder kann die DFL die Lizenzgebühren erhöhen." 

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Der Bayern-Präsident macht aber dann doch noch der Wut über das EU-Urteil Platz, obwohl andere Topligen im Vergleich zur Bundesliga viel höhere TV-Einnahmen haben. "Natürlich trifft es die Engländer, Spanier und Italiener härter als uns. Das ändert aber nichts daran, dass die Herren von der EU wieder einmal dem Fußball Schaden zufügen", sagte Hoeneß. Sein Missmut kommt aber nicht von ungefähr: "Nehmen wir nur das Bosman-Urteil, das auch totaler Quatsch war. Am Ende hat diese Entscheidung doch nur viele kleinere Klubs kaputt gemacht."

Hoeneß beklagt, dass die von der EU seit Jahren gefällten Entscheidungen "absoluter Blödsinn" seien, weil Urteile fernab vom Wesentlichen, dem Fußball getroffen werden.

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