Endspiel ist für ihn völlig offen

Hitzfeld: "Die Wachablösung ist vollzogen"

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Ottmar Hitzfeld

Nürnberg - Für Bayern Münchens und Borussia Dortmunds ehemaligen Meistermacher Ottmar Hitzfeld ist das Final-Duell seiner beiden Ex-Klubs in der Champions League völlig offen.

Im Endspiel am 25. Mai in London „begegnet der BVB dem FC Bayern auf Augenhöhe. Sportlich gibt es eigentlich keinen Unterschied“, schrieb der Schweizer Fußball-Nationaltrainer am Donnerstag in seiner kicker-Kolumne. Hitzfeld, der 1997 Dortmund und vier Jahre später München zum Triumph in der europäischen Königsklasse führte, sieht die Bayern dennoch als leicht favorisiert an: „Aufgrund der internationalen Meriten, der Erfahrung und des Renommees des Klubs.“

Generell ist für den 64-Jährigen durch Bayerns Halbfinalerfolg gegen den FC Barcelona „die Wachablösung im europäischen Vereinsfußball vollzogen“. Die beiden klaren Siege der Münchner gegen Barcelona seien „ein Signal dafür. Die deutschen Mannschaften haben den spanischen den Rang abgelaufen. Die hervorragende Arbeit der Bundesliga trägt Früchte - und der deutsche Fußball erfährt einen Imagegewinn.“

Hitzfeld schätzt die historisch einmalige Konstellation mit zwei Bundesliga-Klubs im Finale von Europas wichtigstem Vereinswettbewerb als „keine Momentaufnahme, sondern einen Trend“ ein. Insbesondere München sagt der Schweizer Nationaltrainer eine dominierende Rolle in Europa voraus: „Die Bayern werden den Abstand zu Barcelona in den nächsten Jahren noch vergrößern. Anders als etwas der FC Chelsea oder Manchester City haben sie ihre Mannschaft nicht zusammengekauft, sondern gezielt entwickelt und verstärkt. Das ist die beste Basis für Erfolg.“

Dortmund bescheinigt Hitzfeld „auf internationaler Ebene einen bemerkenswerten Lern- und Reifeprozess“. Seit der 2005 abgewendeten Insolvenz vor acht Jahren hätten die Westfalen „Großartiges geleistet und ein modernes Märchen geschrieben“.

sid

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