Rassismusbekämpfung

Heynckes und Watzke: Kritik an Blatter-Vorstoß

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Jupp Heynckes

Frankfurt/Main - Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und Bayern-Trainer Jupp Heynckes sehen den Vorstoß von FIFA-Präsident Joseph S. Blatter zur Rassismusbekämpfung kritisch.

 „Die Frage ist, wie man die einzelnen Fälle bewerten will. Unstrittig ist, dass wir jede Form von Rassismus bekämpfen müssen. Dafür müssen die richtigen Mittel und Wege gefunden werden, anstatt einfach eine Forderung in den Raum zu werfen“, sagte Watzke dem Sport-Informations-Dienst (SID).

Heynckes bezeichnete Blatters Vorschlag, Klubs, deren Fans sich rassistische Ausfälle erlauben, mit Punktabzug und Zwangsabstieg zu bestrafen, als „völligen Quatsch“. Man müsse sich andere Maßnahmen überlegen. „Man soll solchen Menschen keine Plattform bieten. Das ist nur eine ganz geringe Minderheit“, sagte Heynckes.

Blatter hatte in einem Interview auf fifa.com die Verbände und Konföderationen angewiesen, „sehr streng“ vorzugehen. „Es reicht nicht aus, Geldstrafen zu verteilen. Spiele ohne Zuschauer sind eine mögliche Lösung, aber am besten wären ein Punktabzug und der Abstieg der Mannschaft, denn letztendlich ist der Klub für seine Zuschauer verantwortlich“, sagte der Chef des Weltverbandes.

sid

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