Heynckes reicht's! Klare Ansage ans Team

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Jupp Heynckes

München - Jupp Heynckes hat die Profis des FC Bayern nach dem verpatzten Rückrundenstart in ungewöhnlich emotionaler Weise in die Pflicht genommen. Zudem kündigte er an, dass Breno im Kader stehen wird.

“Ich habe der Mannschaft gesagt, bis Ende Mai möchte ich sie in einem anderen Gewand sehen, von der ersten bis zur letzten Minute, rauf und runter, kämpfen, rennen, aber auch Fußball spielen. Daran muss sich die Mannschaft messen lassen, sonst an nichts“, erklärte Heynckes am Freitag ganz zum Ende seiner wöchentlichen Pressekonferenz in ernstem Tonfall.

Der Tabellenführer sei an diesem Samstag im Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg “gefordert, das Spiel zu gewinnen, das ist ganz klar“, betonte der 66-Jährige. Die 1:3-Niederlage in Mönchengladbach habe man in dieser Woche intensiv aufgearbeitet. “Der FC Bayern muss anders agieren, wenn er große Ziele ansteuern will“, betonte Heynckes. Insbesondere sei wieder eine bessere Abstimmung zwischen Offensive und Defensive notwendig, forderte er.

Bei Bayern herrscht Druck. Zumal die jüngsten Nebengeräusche beim FC Bayern für reichlich Aufregung gesorgt hatten. Die via Internet am Donnerstag angekündigte Verpflichtung eines neuen Stürmerstars hatte sich als Werbe-Gag entpuppt - und bei mehreren Tausend Fans für Verstimmung gesorgt. Heynckes fand den Vorgang „nicht so glücklich“.

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Von Rückkehrer Franck Ribéry erhofft er sich nach verbüßter Gelb-Rot-Sperre einen Gewinn an “Angriffspotenzial“. Bastian Schweinsteiger soll im Mittelfeld trotz seiner Kniebeschwerden den Taktgeber spielen und das Münchner Spiel lenken. Nach der Verletzung von Daniel van Buyten (Mittelfußbruch) wird der 22 Jahre alte Brasilianer Breno erstmals in dieser Saison dem Kader angehören. “Daran sehen sie, dass es vergessen ist, was der Junge an Bockmist gemacht hat“, erklärte Heynckes.

Dass Wolfsburg im Gegensatz zur Hinrunde nach dem neuerlichen Kaufrausch von Magath mit einer völlig umgekrempelten Mannschaft in München antritt, stört die Bayern nur am Rande. „Es ist nicht entscheidend, wer beim Gegner spielt“, sagte Torjäger Gomez: „Wenn wir unser Spiel durchbringen, gehen wir auch als Sieger vom Platz.“ Der VfL habe durch die Transfers aber dennoch an „Potenzial und Klasse“ hinzugewonnen, sagte Heynckes und verteidigte die Politik Magaths sogar: „Ein Trainer muss schnellstmöglich Erfolg haben. Deshalb finde ich es nachvollziehbar“. Kritik daran solle erst nach der Saison geübt werden.

dpa/sid

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