Trainer rüffelt Sportvorstand

Heynckes-Ärger über Sammer-Rundumschlag

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Jupp Heynckes (l.) hat Matthias Sammer gerüffelt

München - Beim FC Bayern ist Feuer unterm Dach. Trainer Jupp Heynckes hat sich gegen die Kritik von Sportdirektor Matthias Sammer an seinem Team verwahrt.

„Mit der Form, der Art und Weise war ich nicht einverstanden. Das habe ich ihm auch gesagt“, sagte Heynckes vor der Partie seines Clubs beim weißrussischen Meister FC BATE Borissow am Dienstag. Sammer hatte die Münchner Fußball-Profis trotz ihres jüngsten 2:0-Sieges in der Bundesliga bei Werder Bremen scharf kritisiert: „Wir waren nicht richtig hellwach, wir waren nicht richtig gallig. Wir waren zu lätschern.“

Wichtig sei, dass Kritik an der Mannschaft immer konstruktiv, angemessen und nicht übertrieben sei, betonte der Münchner Chefcoach. „Ich finde, dass die Kritik überzogen war. Ich finde auch, wir sollen die Kritik intern machen und nicht extern“, betonte Heynckes im Pay-TV-Sender Sky.

Sammer verteidigte seinen öffentlichen Rundumschlag, den er mehrmals wiederholt hatte, trotz der Serie von bisher acht gewonnenen Saisonspielen: „Sie wissen ja, wenn ich deutlich werde - da war es ja noch harmlos“, entgegnete er. „Grundsätzlich reden wir ja immer über alles, da findet man manchmal Worte, die vielleicht ein bisschen deutlich waren.“

Noch in München hatte Sammer erklärt, die scharfe Kritik sei mit Heynckes abgesprochen gewesen. Dass er den Weg über die Öffentlichkeit gewählt habe, sei normal. Als Sportdirektor sei er nicht für die direkte Ansprache an die Spieler in der Kabine verantwortlich: „Ich habe es nicht zur Mannschaft gesagt. Wenn ich pauschal etwas sage über eine Mannschaft, dann muss man es nicht vorher tun.“

Sammer sieht den „Vorgang“ als „lange abgeschlossen“ und „völlig harmlos“. Auch die Reaktion von Heynckes könne er verstehen: „Der Trainer ist unmittelbar für die Mannschaft zuständig und muss ein starkes Bündnis bilden und die Spieler schützen.“

dpa

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