Herzschlagfinale um Auf- und Abstieg in Liga Zwei

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Am Boden: Rostocks Matthias Holst und Marek Janecka (r) kämpfen mit dem Berliner Silvio (l) um den Ball.

München - Tränen bei Absteiger Rostock, Hoffen in Düsseldorf: Durch ein Remis bei Aufsteiger Fürth gehen die Rheinländer mit besten Chancen auf den Relegationsplatz in den letzten Spieltag. Punktgleich dahinter lauert Paderborn.

Jubel um die müden Aufsteiger aus Frankfurt und Fürth, Herzschlag-Finale im Kampf um den Relegationsplatz: Die Entscheidung um den dritten Platz in der 2. Fußball-Bundesliga fällt erst am letzten Spieltag. Beste Chancen hat Fortuna Düsseldorf, das mit dem 1:1 (0:1) bei Aufsteiger Greuther Fürth Rang drei verteidigte. Punktgleich ist das Überraschungsteam des SC Paderborn, das den FSV Frankfurt mit 1:0 (0:0) besiegte. Dagegen unterlag der FC St. Pauli mit 0:1 (0:0) bei Dynamo Dresden. Besiegelt ist der Abstieg von Hansa Rostock nach dem 4:5 (3:3)-Torfestival bei Union Berlin.

Fürths Trainer Mike Büskens hatte sich für die Aufstiegsparty richtig in Schale geschmissen, und auch sein Team zeigte sich lange von seiner guten Seite. Christopher Nöthe brachte (33. Minute) die Franken in Front, doch Ken Ilsö ((60.) sorgte für den Ausgleich. Fürths Stephan Fürstner sah noch Gelb-Rot (82.) - aber das konnte die Jubelfeier der einstigen "Unaufsteigbaren" auch nicht mehr trüben.

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Vor der bundesligareifen Kulisse von 51 000 Zuschauern übten sich die "Löwen" in Frankfurt als Party-Schreck. Gegen die Eintracht-Profis, die ihren Aufstieg am Montag ausgiebig gefeiert hatten, besiegelten Kevin Volland (17.) und Guillermo Vallori (21.) die erste Heimpleite der Hausherren. Frankfurts Constant Djakpa sah wegen eines üblen Tritts Rot (65.), aber auch dies konnte den Aufstiegsjubel der Eintracht-Fans nicht wirklich bremsen.

Ken Ilsö von Düsseldorf jubelt über seinen Treffer zum 1:1.

Düsseldorf bleibt Dritter - doch Paderborn ist der Fortuna vor dem letzten Akt der Saison dicht auf den Fersen. Mehmet Kara sorgte mit einem Weitschuss (49.) für das Tor des Tages gegen den FSV Frankfurt. Dresden erwies sich einmal mehr als Favoritenschreck: Robert Koch besiegelte mit seinem Tor (54.) die Niederlage von St. Pauli. Dennoch können die Hanseaten mit einem Sieg am letzten Spieltag gegen Paderborn und einer gleichzeitigen Heimpleite von Düsseldorf gegen Duisburg noch auf Rang drei springen.

Als erstes Team muss Hansa Rostock den bitteren Gang in die Drittklassigkeit antreten. Dabei durfte die Mannschaft von Trainer Wolfgang Wolf in einer turbulenten Partie lange hoffen. Durch Treffer von Matthias Holst (4.) und Tino Semmer (10.) lag Rostock schnell in Front. Doch Union kam zurück: Silvio (17.), Michael Parensen (26.), Mattuschka (28.) per Foulelfmeter und Chinedu Ede (47.) trafen für die Heimelf. Stephan Gusche (32.) und Marek Mintal (54.) glichen noch zwei Mal für Rostock aus, Daniel Göhlert besiegelte jedoch (69.) in der torreichsten Partie der Saison den Abstieg der Gäste.

Anders als Rostock darf Alemannia Aachen hoffen. Der Traditionsclub, der vor sieben Jahren noch im UEFA-Pokal spielte, bezwang Konkurrent Karlsruher SC mit 1:0. Aimen Demai sorgte per Kopf für die Entscheidung (20.), Aachen hat vor dem letzten Spieltag immerhin noch den Relegationsplatz in Sichtweite.

Neben Karlsruhe und Aachen müssen auch noch Erzgebirge Aue und Energie Cottbus bangen: Aue unterlag in Duisburg mit 1:2 (0:2) und hat vor dem letzten Spieltag nur zwei Punkte Vorsprung auf den Tabellen-16. aus Karlsruhe. Goran Sukalo (18.) und Kevin Wolze (23.) trafen für den MSV, Ronny König konnte nur verkürzen (56.). Cottbus unterlag beim FC Ingolstadt mit 0:1 (0:0) und liegt ebenfalls nur zwei Punkte vor Rang 16. Bochum bezwang Braunschweig mit 2:0 (1:0).

Von Michael Fox, dpa

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