"Herthaleaks": Telefon-Protokolle veröffentlicht

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Michael Preetz steht in der Kritik

Berlin - Der Streit um die Kommunikation von Hertha-Manager Michael Preetz nimmt immer groteskere Züge an. Jetzt sind Telefonprotokolle veröffentlicht worden - ein Hauch von "Herthaleaks".

Nach der heftigen Kritik einiger Berliner Medien an der Stellungnahme von Preetz auf der klubeigenen Internet-Seite („Gaga-Brief“, „Preetz spricht nur noch mit sich selbst“) griff nun Pressesprecher Peter Bohmbach in die Debatte ein und verteidigte Preetz mit ungewöhnlichen Mitteln.

Bohmbach veröffentlichte - erneut auf der Hertha-Homepage - Ablauflisten und Anrufprotokolle des Managers vom vergangenen Wochenende mit genauen Zeitangaben. Damit reagierte der Pressesprecher auf die Darstellung, Preetz wäre am Sonntag für Journalisten nicht erreichbar gewesen. Dank der detaillierten Abläufe könne sich nun jeder Fans ein „Bild über die Fairness der Berichterstattung in den Berliner Medien machen“, hieß es.

Preetz hatte am vergangenen Samstag nach der Bundesliga-Niederlage gegen den VfL Wolfsburg (1:4) nicht zur Verfügung gestanden und damit zunächst für Verwirrung gesorgt. Tags darauf nahm Preetz auf der vereinseigenen Internet-Seite Stellung zu selbst ausgesuchten Schlagworten und angeblichen Medienanfragen.

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Preetz wies am Dienstag die Kritik an seinem Verhalten zurück. „Ich habe mich am Samstag nach dem Spiel nicht geäußert, weil ich dieses Spiel erst mal verdauen musste und eine Nacht drüber schlafen musste“, sagte der 44-Jährige der Bild. Die Angriffe der Medien und einiger Fans ließen Preetz kalt: „Wir lassen uns von so etwas nicht beeinflussen.“

Ungeachtet der Kommunikations-Probleme räumte Preetz ein, dass der vergangene Spieltag für die Hertha „ein Rückschlag“ gewesen sei. Man werde jetzt aber „den Teufel tun“, sich „vom Spielbetrieb abzumelden“. Hertha wolle das „Positive“ aus den letzten beiden Spielen mitnehmen und bereite sich „konzentriert“ auf die Partie gegen Borussia Mönchengladbach vor.

Nach vier Niederlagen aus den letzten sechs Spielen hat sich Hertha auf dem vorletzten Tabellenplatz festgesetzt, selbst der Manager glaubt nicht mehr ausschließlich an die direkte Rettung: „Der Relegationsplatz ist natürlich im Moment der nächste Schritt“, sagte der Rekord-Torschütze des Klubs.

sid

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