Bericht: Hertha-Streit zwischen Skibbe und Lell

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Christian Lell soll mit Michael Skibbe aneinandergeraten sein

München - Bei Hertha BSC kam es hinter den Kulissen offenbar zum Streit zwischen Trainer Michael Skibbe und Christian Lell. Der Interimskapitän bestätigt den Disput vorsichtig.

Zank und Streit bei Hertha BSC: Beim Berliner Fußball-Bundesligisten ist es hinter den Kulissen offenbar zum Konflikt zwischen Trainer Michael Skibbe und Interimskapitän Christian Lell gekommen. Skibbe hat einen Tag nach der 1: 2-Niederlage gegen den Hamburger SV deutliche Worte gefunden und den Abwehrspieler für seine dürftigen Leistungen kritisiert.

Wie die Bild-Zeitung berichtet, habe der Chefcoach zunächst Lell für seine Leistung bei der Niederlage gegen den HSV attackiert. Skibbe soll gesagt haben, dass Lell froh sein könne, die fünfte Gelbe Karte kassiert zu haben, da er wegen seiner schlechten Leistungen im nächsten Spiel sowieso nicht mehr gespielt hätte.

Als sich der Coach im Anschluss Mittelfeldspieler Tunay Torun zur Brust nehmen wollte, soll Lell dem Trainer ins Wort gefallen sein. Die Einzelkritik wurde offenbar abgebrochen. „Ich kann das nicht bestreiten. So ähnlich lief das ab, aber mehr möchste ich dazu nicht sagen. Wir sollten zusehen, dass wir alle an einem Strang ziehen, um das große Ziel Klassenerhalt zu schaffen“, wird Lell zitiert.

„Das hat in der Öffentlichkeit nichts zu suchen. Trainer-Kritik wird erwartet und ist nach zwei Niederlagen auch angebracht. Wir werden das intern mit den Führungsspielern besprechen, weil wir immer einen sehr engen Kontakt hatten. Diesen Zustand werden wir auch wiederherstellen“, sagte Manager Michael Preetz dem Sport-Nachrichtensender Sky Sport News HD.

Hertha hatte gegen den HSV durch die zweite Niederlage in Folge den Fehlstart in die Rückrunde perfekt gemacht. In dieser Partie brach bei Lell eine alte Muskelverletzung auf, sodass der ehemalige Bayern-Spieler in den nächsten zwei Wochen auf jeden Fall ausfallen wird. Manager Michael Preetz hatte sich mit dem Spieler erst in der vergangenen Woche auf einen neuen Vertrag bis 2016 geeinigt.

Derweil schlug Aufsichtsratsboss Bernd Schiphorst Alarm. „Ein Abstieg darf uns nicht noch einmal passieren“, sagte Schiphorst angesichts des sportlichen Absturzes auf Platz 15 bei nur noch zwei Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz der Sport Bild. Der Klub habe im zurückliegenden Jahr in der 2. Liga wirtschaftlich eine schwierige Zeit durchgemacht. „Wir sind mit einem deutlichen Minus aus der Zweitliga-Saison herausgegangen“, sagte Schiphorst. Die Schulden des Klubs aus der Hauptstadt summieren sich auf rund 35 Millionen Euro.

Für die Hertha ist ein zweiter Abstieg nicht so leicht zu verkraften wie der erste Absturz nach der Saison 2009/2010. Damals behielt der Klub nahezu sämtliche Leistungsträger und stieg nach nur einem Jahr wieder auf. Bei einem neuerlichen Abstieg müssten die Leistungsträger wie Pierre-Michel Lasogga, Adrian Ramos oder auch Raffael wohl abgegeben werden.

sid

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