Hertha: Babbel angeblich ein Thema beim FC Bayern

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Bayern-Trainer Jupp Heynckes (l.) und Markus Babbel könnten bald zusammenarbeiten.

Berlin - Sportlich steht Hertha BSC gut da, doch die immer wilderen Spekulationen um einen Abschied von Aufstiegstrainer Markus Babbel sorgen für viel Unruhe. Ein Gerücht hat es richtig in sich. Uli Hoeneß bezieht Stellung.

Manchmal kann ein Satz eines Fernsehreporters einen ganzen Fußball-Klub in Aufruhr versetzen. Nach ZDF-Informationen werde Markus Babbel seinen Vertrag bei Hertha BSC wohl nicht verlängern, sagte Günter-Peter Ploog beiläufig am Ende seines Beitrags für das Aktuelle Sportstudio - und schon brennt der Baum in Berlin. Die Aufregung um den seit Wochen andauernden Vertragspoker des Aufstiegstrainers hat sich mittlerweile in Panik gewandelt.

Einige Zeitungen in der Hauptstadt wollen erfahren haben, dass es noch in der Winterpause zur Trennung von Babbel kommen werde, sollte er sich gegen eine Verlängerung des am Saisonende auslaufenden Vertrages entscheiden.

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Der Berliner Kurier streut sogar das Gerücht, der Europameister von 1996 könne möglicherweise im kommenden Sommer das Traineramt bei Rekordmeister Bayern München übernehmen - mit Jupp Heynckes, der übergeordneter Teamdirektor sein soll, an seiner Seite. Bayern-Präsident Uli Hoeneß dementierte sofort. „Totaler Blödsinn. Sie können sicher sein, dass wir den Jupp Heynckes nicht zum Frühstücksdirektor machen werden. Er wird entweder bis 2013 oder 2014 bei uns bleiben - aber nur als Trainer, als nichts anderes“, sagte Hoeneß der Münchner tz.

Hertha hat durch die zusätzliche Bedenkzeit bis zum Rückrundenstart am 21. Januar den Spekulationen Tür und Tor geöffnet. Obwohl das Thema immer mehr an Sprengkraft gewinnt, ist Babbel gewillt, sein Schweigen auch in den kommenden Wochen durchzuziehen.

„Ich sage bis auf weiteres gar nichts zu dem Thema“, betonte der 39-Jährige, der sich zuletzt vehement über die Aufregung beschwert hatte: „Ich kann nicht nachvollziehen, dass mir vorgeworfen wird, dass ich mich noch nicht entschieden habe. Das ist lächerlich.“

Es mehren sich jedoch die Anzeichen für seinen Abschied. So soll es bei den bisherigen Gesprächen zwischen Babbel und Manager Michael Preetz weder um das Gehalt, noch um die Laufzeit gegangen sein. Preetz sitzt zwischen den Stühlen. Er will mit Babbel verlängern, angesichts dessen Zögern dürften beim Manager aber alle Alarmglocken schrillen.

Man darf davon ausgehen, dass Preetz bereits nach Alternativen sucht. Ob diese möglicherweise schon für den Winter infrage kommen, dürfte neben Babbels Absage auch vom Ausgang der Hinrunde abhängen. Sollte der Aufsteiger beide restlichen Bundesligaspiele gegen Schalke 04 und 1899 Hoffenheim sowie das Pokal-Achtelfinale gegen den 1. FC Kaiserslautern verlieren, wären die Verantwortlichen vielleicht zum Handeln gezwungen.

Der Wirbel um die Besetzung des Trainerstuhls ist für die Fans umso ärgerlicher, weil es sportlich eigentlich kaum Grund zum Meckern gibt. Trotz des spielerisch enttäuschenden 1:1 am Samstag in Kaiserslautern hat sich Hertha als Tabellenneunter ein kleines Punktepolster auf die Abstiegsränge aufgebaut.

Über die Gründe für Babbels Zögern kann daher nur spekuliert werden. Angeblich fordert der ehemalige Nationalspieler mehr Investitionen in die Mannschaft, als ihm Preetz zusagen kann. Möglicherweise macht ihm die Trennung von seiner Familie, die in München lebt, zu schaffen. Vielleicht hofft Babbel aber auch auf einen besseren Job in der Bundesliga oder in England, wo er wegen seiner aktiven Zeit beim FC Liverpool und bei den Blackburn Rovers einen hervorragenden Ruf genießt.

sid

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