Heimpleite: Neapel demütigt Inter

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Inter Mailands Torwart Julio Cesar zeigt seine Niedergeschlagenheit, nachdem er das 3:0 kassiert hat

Mailand - Der FC Bayern München sollte gewarnt sein. Vor dem Champions League-Duell mit dem deutschen Rekordmeister Mitte Oktober kommt der SSC Neapel in der Serie A immer besser in Fahrt - und demütigt Inter Mailand.

Jubel in Neapel, Entsetzen und blanke Wut in Mailand: Der SSC Neapel demütigte Inter im heimischen Giuseppe Meazza-Stadion mit 3:0, setzte sich damit vorerst an die Spitze der italienischen Fußball-Meisterschaft und sorgte beim Gegner für einen wahren Aufruhr. Trainer Claudio Ranieri und Club-Präsident Massimo Moratti waren außer sich, weil Schiedsrichters Gianlucca Rocchi die Partie ihrer Meinung nach mit desaströsen Fehlern zugunsten der Gäste aus Süditalien entschieden habe. “Der Schiedsrichter wollte das Spiel ruinieren“, schimpfte Ranieri. “Hoffentlich muss ich Rocchi nicht mehr sehen“, wetterte Moratti.

Tatsächlich bot der Unparteiische am Samstagabend eine unglückliche Leistung. Beim Stand von 0:0 stellte er Inters Joel Obi in der 41. Minute nach zwei höchst umstrittenen Gelben Karten vom Platz und schickte in der Pause dann auch noch den sich beschwerenden Trainer Ranieri auf die Tribüne. “Die erste Gelbe Karte gegen Obi war unberechtigt, ebenso der Elfmeter und der Platzverweis für mich“, beklagte sich Ranieri über den “unfähigen Schiedsrichter“. Für Moratti hatte Rocchi das Spiel “dumm kaputt gemacht“.

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Die heftige Kritik am Schiedsrichter dürfte den Inter-Verantwortlichen eine Disziplinarstrafe des Fußballverbandes einbringen. Auf dem Platz führten Rocchis umstrittene Entscheidungen und Inters heftige Reaktionen darauf zum Absturz der Mailänder. Hugo Campagnaro traf kurz vor der Pause für Neapel zum 1:0. Inter-Keeper Julio Cesar hatte den Elfmeter von Marek Hamsik zwar pariert, war gegen den Nachschuss des Argentiniers aber machtlos. Der Elfmeter war eine Fehlentscheidung, da sich Obis Foul vor der Strafraumgrenze ereignete. Christian Maggio (57.) und der Slowake Hamsik (75.) besorgten den 3:0-Endstand.

Nach dem Sieg über Meister Milan schlug Bayern Münchens nächster Champions-League-Gegner damit auch seinen zweiten Titelkonkurrenten. “Mamma mia, was für ein Napoli“, schrieb die “Gazzetta dello Sport“ am Sonntag. Neapels Trainer Walter Mazzarri lobte seine “mental gewachsene Mannschaft“. Mit dem jüngsten Erfolg hat der SSC Neapel Selbstvertrauen für das erste Königsklassen-Duell mit den Bayern am 18. Oktober getankt. Im zweiten Samstagsspiel schlug der AS Rom Atalanta Bergamo mit 3:1.

dpa/SID

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