Harte Strafe: Rooney für EM-Vorrunde gesperrt

+
Nach seinem Tritt sah Wayne Rooney zunächst Rot. Jetzt verurteilte die Europäische Fußball-Union den Stürmer-Star zu drei Spielen Sperre.

Nyon - Harte Strafe für einen Tritt nach einem Gegenspieler: Englands Stürmerstar Wayne Rooney ist nach seinem Platzverweis in der EM-Qualifikation für drei Spiele gesperrt worden.

Damit würde er alle drei Vorrundenpartien der Engländer bei der Europameisterschaft im kommenden Jahr in Polen und der Ukraine verpassen. Das teilte die Europäische Fußball-Union am Donnerstagabend mit. Die Disziplinarkommission der UEFA ahndete mit dem harten Urteil die Rote Karte Rooneys in der Qualifikationspartie gegen Montenegro (2:2) am vergangenen Freitag.

Der 25-Jährige war nach einem Tritt gegen den Montenegriner Miodrag Dzudovic vom deutschen Schiedsrichter Wolfgang Stark in der 74. Minute vorzeitig zum Duschen geschickt worden. England hat nun drei Tage Zeit, um gegen das Urteil Einspruch einzulegen.

Nach der Drei-Spiele-Sperre muss der Angreifer von Manchester United nun sogar um seinen Stammplatz in der englischen Nationalmannschaft bangen. Sollte die Strafe bestehenbleiben, wird Trainer Fabio Capello entscheiden müssen, ob er Rooney überhaupt für die EM nominiert. Dort wäre er erst vom Viertelfinale an wieder spielberechtigt. Bereits zuvor hatte Capello angekündigt, den Stürmerstar in den Testspielen vor der Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine nicht von Beginn an zu berücksichtigen.

“Ich muss für die Spiele planen, in denen Rooney gesperrt sein wird“, hatte Capello schon vor dem UEFA-Urteil angekündigt und ergänzt: “Wenn wir diese Lösung gefunden haben, muss Wayne an sich arbeiten, um in die Startelf zurückzukommen.“

Im prestigeträchtigen Testspiel am 12. November gegen Spanien in Wembley wird Rooney laut Capello nicht zum Kader des Weltmeisters von 1966 gehören. Der bullige Angreifer gilt in England als Wiederholungstäter. Im WM-Viertelfinale 2006 hatte er gegen Portugal (1:3 nach Elfmeterschießen) die Rote Karte gesehen, bei der WM 2010 in Südafrika nach der Nullnummer gegen Algerien vor laufender Kamera die englischen Fans beschimpft.

dpa

Kommentare