Hannover mit Kampfansage nach Europa

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So wollen die Fans und Spieler auch wieder in dieser Saison in der Europa League jubeln. Vergangene Saison kam man bis ins Viertelfinale.

Hannover - Spieler und Fans von Hannover 96 haben den grandiosen Erfolg gegen den Favoriten FC Sevilla aus dem Vorjahr nicht vergessen. Das hat Lust auf mehr gemacht.

Willkommen, Europa League: Ein Jahr nach den beiden berauschenden Playoff-Partien gegen den FC Sevilla hat Hannover 96 eine Wiederholung dieses Erfolges fest eingeplant. „Ich bin überzeugt vom erneuten Einzug in die Gruppenphase“, sagte 96-Präsident Martin Kind vor dem Hinspiel beim polnischen Meister Slask Breslau an diesem Donnerstag (20.45 Uhr/Kabel eins). „Es wird der Beginn einer neuen erfolgreichen Saison“, fügte der Clubchef zuversichtlich hinzu.

Zwei starke Spielzeiten und der gelungene Saisonstart mit drei Pflichtspielsiegen haben beim Fußball-Bundesligisten hohe Erwartungen geweckt. Allerdings lief gegen St. Patrick's Athletic und gegen Nöttingen im DFB-Pokal längst nicht alles rund. „Da haben wir effektive Leistungen gezeigt“, sagte Kapitän Steven Cherundolo. „In Breslau müssen wir aufpassen. In dieser Phase gibt es keine kleinen Mannschaften mehr. Wir haben aber sehr gezielt trainiert.“

Die Tournee durch Europas Stadien, die vorige Saison erst im Viertelfinale endete, hat eine große Reiselust bei Profis und Fans entfacht. „Es macht jede Menge Spaß, in der Gruppenphase zu spielen. Außerdem ist das wichtig für den Verein“, sagte Cherundolo. Für den amerikanischen Verteidiger ist Hannover leicht favorisiert: „Wenn wir unseren Job tun, sehe ich für uns Vorteile in der Schnelligkeit im Spiel nach vorne.“

Trainer Mirko Slomka war trotz des 6:1-Sieges in Nöttingen mit der Generalprobe nicht ganz zufrieden. Vor allem in der Abwehr um den neuen Innenverteidiger Felipe gab es Lücken. „Die Mannschaft kann es besser machen“, sagte Slomka. Bis auf den verletzten Stürmer Mame Diouf und die angeschlagenen Profis Christian Schulz und Henning Hauger steht für die Partie im Breslauer EM-Stadion Miejski der komplette Kader zur Verfügung. „Richtig gut haben wir bisher nicht gespielt. Wir müssen uns steigern“, sagte 96-Profi Leon Andreasen.

Für den dänischen Mittelfeldspieler ist das Slask-Team eine unbekannte Größe. „Ehrlich gesagt, ich kannte den Gegner nicht. Wir haben uns mit Videos vorbereitet“, berichtete Andreasen. Der zweifache polnische Meister war in der Champions-League-Qualifikation mit zwei Niederlagen am schwedischen Club Helsingborg gescheitert. Die Generalprobe für das 96-Match verpatzte das Team von Trainer Orest Lenczyk mit 1:2 beim Punktspielstart in Lodz.

Probleme abseits des Spielfeldes könnten gewaltbereite Slask-Fans bereiten. Die Polizei in Hannover hat nach Absprache mit den Kollegen in Breslau die 96-Anhänger aufgefordert, auf Fan-Utensilien wie Trikots oder Schals bei der Anreise und in der Stadt zu verzichten. Zwischen 1000 und 3000 Fans aus Hannover werden in Breslau erwartet.

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