Kind: Verschärfter Kampf gegen Problemfans

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Hannover-Fans zündeten Anfang Mai im Spiel gegen Kaiserslautern unzählige Bengalos.

Hannover - Hannover 96 will den Kampf gegen gewaltbereite Fußballfans verschärfen. Mithilfe von Videoüberwachung sollen Störer und Rowdies künftig identifiziert und direkt zur Kasse gebeten werden.

Das kündigte Vereinschef Martin Kind in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" an. "Das tut weh und spricht sich in der Fanszene herum. Wir werden zur nächsten Saison eine neue Videotechnik im Stadion installieren, die ausschließlich auf die Fanszene ausgerichtet ist", sagte Kind.

Mit den Ereignissen beim chaotischen Relegationsspiel zwischen Fortuna Düsseldorf und Hertha BSC, als Pyrotechnik auf den Platz flog und Fans kurz vor Schluss den Rasen stürmten, ist laut Kind eine neue Dimension erreicht. "Es zeigt, dass wir die Probleme unterschätzt haben. Wir müssen jetzt ehrlich diskutieren und Antworten auf diese Auswüchse finden, sonst wird die Bundesliga beschädigt", sagte Kind.

Irre Fan-Randale in der Relegation

Irre Fan-Randale in der Relegation

Der Hannover-Boss drohte für den Fall weiterer Vorfälle die Erhöhung von Ticketpreisen für die Fankurven an. "Und wenn es ganz schlimm kommt, wird es auch bei uns in Hannover nur noch personifizierte Sitzplätze geben. Da können die Fans klagen, wie sie wollen. Wer Stehplätze haben will, muss sich ordentlich verhalten", erklärte Kind. Zudem forderte er deutlich verschärfte Einlasskontrollen.

dpa

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