Bin Hammam: Berufung am 15. September

+
Der Einspruch von Mohamed bin Hammam wird am 15. September in Zürich verhandelt.

Frankfurt/Main - Der Einspruch des ehemaligen FIFA-Präsidentschaftskandidaten Mohamed bin Hammam gegen seine lebenslange Sperre wird am 15. September in Zürich verhandelt.

Ob der wegen Korruption von allen Ämtern ausgeschlossene Ex-Funktionär aus Katar selbst zu der Anhörung im Hauptquartier des Fußball-Weltverbandes erscheint oder sich von seinen Anwälten vertreten lässt, ist offen.

Bin Hammam war am 23. Juli von der FIFA-Ethikkommission der Korruption schuldig gesprochen und lebenslang gesperrt worden. Das Gremium sah einen versuchten Stimmenkauf im Vorfeld der Präsidentenwahl als erwiesen an. Der Katarer soll auf einer Sondersitzung des Karibischen Fußball-Verbandes (CFU) am 10. und 11. Mai in Trinidad und Tobago versucht haben, CFU-Funktionäre mit Geldgeschenken in Höhe von jeweils 40 000 Dollar zu bestechen.

Der 62 Jahre alte bin Hammam hat alle Vorwürfe der Bestechung wiederholt zurückgewiesen, zuletzt Anfang dieser Woche in einem 0ffenen Brief an Petrus Damaseb, den stellvertretenden Vorsitzenden der Ethikkommission.

Verrückt oder futuristisch? Die WM-Stadien in Katar

Verrückt oder futuristisch? Die WM-Stadien in Katar

Darin erhebt der gescheiterte Gegenspieler von FIFA-Präsident Sepp Blatter zudem schwere Vorwürfe gegen den Weltverband. “Wäre ich Europäer oder wäre die Karibik ein Teil Europas, hätten sich weder Joseph S. Blatter noch Jérôme Valcke getraut, uns überhaupt anzufassen. Wären wir Europäer, säßen sie niemals der Ethikkommission vor und hätten die Möglichkeit, Menschen rechts und links abzuschlachten, so wie sie es jetzt tun“, schrieb bin Hammam.

dpa

Kommentare