HSV: Arnesen wehrt sich gegen Kritik

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Frank Arnesen.

Hamburg - Sportdirektor Frank Arnesen hat sich gegen Kritik an seiner Arbeit beim Fußball-Bundesligisten Hamburger SV zur Wehr gesetzt.

 „Ich bin kein Superman. Aber ich bin der Sportchef und treffe die sportlichen Entscheidungen, was neue Spieler betrifft. Alle Spieler, die kommen, kommen von mir“, sagte der Däne und versuchte den Eindruck zu widerlegen, er sei an den Transfers von Rafael van der Vaart (Tottenham Hotspur) und Petr Jiracek (VfL Wolfsburg) nicht beteiligt gewesen: „Ich kann nur darüber lachen, wenn jetzt Leute daraus ein Problem machen, dass bei uns am Ende jemand anderes als ich die Vertragsverhandlungen gemacht hat. Ich lache, wenn ich höre, ich hätte mit dem Transfer von van der Vaart nichts mehr zu tun gehabt. Das machen nur Leute, die wollen, dass es bei uns Probleme gibt.“

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Zuletzt hatte auch intern die Kritik an dem 55 Jahre alten Arnesen zugenommen. Vorstands-Chef Carl Edgar Jarchow meinte, die Zusammenstellung der Mannschaft sei zu hinterfragen. Außerdem seien die Neuzugänge erst sehr spät verpflichtet worden. Zudem hatten Jarchow bei Jiracek und Marketing-Vorstand Joachim Hilke im Falle van der Vaarts die finalen Verhandlungen geführt, weil Arnesen ein schlechtes Verhältnis zu Felix Magath (Wolfsburg) und Daniel Levy (Tottenham) nachgesagt wird.

„Uns geht es intern nur darum, wie wir am besten ans Ziel kommen. Ich mache die sportlichen Vorschläge in Absprache mit dem Trainer - und wie der Spieler letztlich kommt, ist egal. Hauptsache, er kommt. Da dürfen keine Egos zählen“, sagte Arnesen, „wir sind intern nicht immer einer Meinung - aber Beschlüsse treffen wir nur zu viert. Ich habe zu Hause auch Probleme und bin trotzdem seit 36 Jahren verheiratet. Wir machen alles zusammen, und zwar immer so, wie es am sichersten zum Ziel führt.“

sid

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