Der HSV kommt nicht zur Ruhe

Hamburg - Investor Klaus-Michael Kühne hat erneut Kritik an den Strukturen beim Fußball-Bundesligisten Hamburger SV geübt.

Vor allem das auf zwölf Mitglieder aufgeblähte Aufsichtsgremium des norddeutschen Traditionsclubs hält er für „wenig erfolgversprechend“, merkte der Unternehmer an. „Ein kleinerer Aufsichtsrat, der an einem Strang ziehen würde, dürfte dem Verein sehr viel besser zu Gesicht stehen. Denn der Aufsichtsrat hat eine sehr wichtige Funktion: Er muss das Management ernennen. Und da ist beim HSV in der Vergangenheit auch nicht immer alles richtig gelaufen“, sagte der Milliardär dem „Hamburger Abendblatt“ (Donnerstag).

Ohne den Namen Frank Arnesen zu nennen, monierte der Investor die Personalpolitik des im Sommer 2011 vom FC Chelsea zum HSV gekommenen dänischen Sportchefs. „Ich will da über niemandem den Stab zu früh brechen. Aber klar ist, dass die Entscheidungen der Sportdirektion im vergangenen Jahr nicht alle glücklich waren. Jetzt muss man mal abwarten, wie die neu verpflichteten Spieler einschlagen.“ Ein gutes und professionelles Management sei „das Wichtigste“ in einem Verein.

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Kühne hatte dem klammen HSV zuletzt ein Acht-Millionen-Darlehen für die 13 Millionen Euro teure Rückholaktion des niederländischen Nationalspielers Rafael van der Vaart (zuletzt Tottenham Hotspur) zur Verfügung gestellt. Ein weiteres finanzielles Engagement plant der Milliardär, der sich vor zwei Jahren für 12,5 Millionen Euro bereits ein Drittel der Transferrechte an sechs HSV-Profis gesichert hatte, zumindest vorerst nicht. „Fürs Erste reicht das“, betonte Kühne.

dpa

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