Hamburger SV beendet Negativ-Serie in Stuttgart

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Mit neuem Trainer konnte der HSV in Stuttgart am Freitag seine Negativ-Serie beenden.

Stuttgart - Neuer Trainer - neuer Schwung: Jeffrey Bruma und Robert Tesche haben Interimstrainer Rodolfo Cardoso bei seinem Bundesliga-Einstand einen Sieg beschert und die Negativserie des HSV nach 13 Spielen ohne Sieg gestoppt.

Beim 2:1 (0:1) drehten die kampfstarken Nordlichter in der zweiten Halbzeit den Rückstand zum ersten Saisonsieg und konnten die rote Laterne zumindest für 19 Stunden an Liga-Neuling FC Augsburg abgeben. Stuttgart hingegen wurde nach zwei Siegen in Serie gegen Angstgegner Hamburg zunächst vom Sprung auf die internationalen Plätze abgehalten.

Bruma (51.) und Tesche (67.) sorgten nach der frühen Stuttgarter Führung durch Martin Harnik (18.) vor 55.700 Zuschauern in der Stuttgarter Arena für den am Ende verdienten Hamburger Sieg. Die Einstellung des negativen Vereinsrekords von 14 Spielen ohne Sieg (1966/67) konnte der nach der Entlassung von Michael Oenning teilweise wie befreit wirkende Bundesliga-Dino damit in letzter Sekunde abwenden und die Lage für die Woche der Trainersuche deutlich entspannen.

“Der Knackpunkt war, dass wir uns nicht zu sehr am Gegner orientiert haben. Wir haben an uns geglaubt“, freute sich Cardoso. Ganz anders dagegen die Stimmung beim VfB. “Wir haben uns sehr blöd angestellt, waren plötzlich nicht mehr aktiv und haben den Faden verloren“, sagte Serdar Tasci und ergänzte: “Das müssen wir jetzt in Lautern wieder gutmachen.“

Zwtl: Cardoso sorgt für frischen Wind

Cardoso, der wie seine drei Vorgänger zum Einstand einen Sieg feiern konnte, versuchte es nach dem 0:1 gegen Borussia Mönchengladbach mit frischem Wind. Für den verletzten Mancienne rückte Bruma in die Innenverteidigung, zudem kamen Gökhan Töre, Heung-Min Son und Debütant Zhi-Gin Lam für David Jarolim, Per Cilijan Skjelbred und Marcell Jansen. Für den Trainerkollegen Bruno Labbadia hingegen gab es nach zwei Siegen in Folge keinen Anlass für Veränderungen in der Startelf.

Wie bereits beim 2:1 vergangene Woche in Freiburg verzögerte sich der Anpfiff aufgrund zu hohen Verkehrsaufkommens rund um die Stuttgarter Arena um zehn Minuten. Um 20.40 Uhr kamen beide Mannschaften dann aber mit viel Schwung aus der Kabine, der auch das Spiel über anhalten sollte: Cacau traf gleich nach 14 Sekunden das Außennetz, Sven Ulreich parierte eine Minute später einen Schuss des starken Lam. Dennis Aogo (4.) und Khalid Boulahrouz (5.) scheiterten in der schwungvollen Anfangsphase jeweils aus der Distanz, ehe die Schwaben das Spiel an sich rissen - und belohnt wurden.

Zwtl: Bruma und Töre drehen Harniks Führung

Das 1:0 ging allerdings zum Großteil auf die Kappe des erneut schwachen HSV-Keepers Jaroslav Drobny, der einen Schuss von Zdravko Kuzmanovic unglücklich nach vorne abprallen ließ. Harnik musste nur noch zu seinem vierten Saisontreffer einschieben (18.). In der Folge leisteten sich die geschockten Hamburger reihenweise haarsträubende individuelle Fehler, die fast zum zweiten Gegentreffer geführt hätten. Cacau traf allerdings nur den Pfosten, Shinji Okazaki schoss weit übers Tor (22.). Erst als die Stuttgarter in der Schlussphase der ersten Hälfte einen Gang zurückfuhren, konnte Lam noch einmal gefährlich werden. Aus halbrechter Position schoss der Deutsch-Chinese aber knapp drüber.

Nach der Halbzeit hatten die Gäste mehr Glück. Nach einer Ecke von Töre traf Bruma per Kopf zum überraschenden Ausgleich (51.). Kurz darauf ließ Töre (54.) die Chance, zu erhöhen, zunächst ungenutzt, Tesche schlug dann aber in der 67. Minute zu. Eine abgefälschte Ecke drosch er volley zum inzwischen verdienten 2:1 ins Netz (67.). Den erneuten Ausgleich verpasste Kuzmanovic (87.).

dapd

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