Guerrero und Jansen schießen HSV aus Tabellenkeller

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Hamburgs Heiko Westermann (v.l.), Torwart Jaroslav Drobny und Paolo Guerrero jubeln nach dem Spiel gegen den 1. FC Nürnberg.

Hamburg - Serie ausgebaut, Tabellenkeller verlassen: Der sportliche Aufschwung beim Hamburger SV unter Trainer Thorsten Fink hält auch gegen den 1. FC Nürnberg an.

Durch einen verdienten 2:0 (1: 0)-Sieg gegen den den Club aus Franken verbesserten sich die Hanseaten vom 15. auf den elften Tabellenplatz und bleiben unter ihrem neuen Coach auch nach sieben Pflichtspielen weiterhin ungeschlagen. Das Team von der Noris hingegen kassierte die fünfte Auswärtsniederlage hintereinander und rutschte auf Rang 15 ab.

Fink hielt trotz des zweiten Heimsiegs seiner Elf hintereinander mit Kritik nicht hinterm Berg. „Wir haben verdient gewonnen, weil wir die Tore gemacht haben. Aber mit unserer Leistung bin ich überhaupt nicht zufrieden, bei Hannover 96 haben wir viel besser gespielt. Das Wichtigste für mich war am Sieg gegen Nürnberg, dass wir Effektivität bewiesen haben“, sagte der Ex-Profi. Passend zu Finks Analyse haderte auch Nürnbergs Trainer Dieter Hecking mit dem Ergebnis: „Wir haben ein sehr gutes Auswärtsspiel gemacht, nur eben wieder nicht die Tore gemacht. Da fehlt uns bei allem Aufwand, den wir betreiben, die Effektivität, dadurch belohnen wir uns nicht.“

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Vor 45.473 Zuschauern in der Hamburger WM-Arena am Volkspark erzielte Paolo Guerrero für die Gastgeber in der 23. Minute den Führungstreffer. Der Peruaner setzte sich im Zweikampf robust gegen Timmy Simons durch und überwand Gäste-Torhüter Raphael Schäfer („Trotz der Niederlage haben wir wieder einen Schritt in die richtige Richtung gemacht“) mit einem Flachschuss. Die Franken hatten allerdings ein Offensivfoul des Südamerikaners gesehen, Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer (Herne) jedoch erkannte den Treffer an.

Für die Entscheidung sorgte Marcell Jansen in der 62. Minute. Geschickt von Gökhan Töre freigespielt, war der Ex-Gladbacher ebenfalls mit einem Flachschuss erfolgreich. Danach war die Partie gelaufen, Nürnberg hätte in der Schlussphase durchaus weitere Gegentore kassieren können, auch wenn bei gelegentlichen Kontern hin und wieder noch einmal Gefährlichkeit aufblitzte.

Die Anfangsphase gehörte den Gastgebern. Bereits in der neuten Minute vergab Töre in aussichtsreicher Position, vier Minuten später traf Guerrero von der Torraumgrenze nur den rechten Außenpfosten. Danach kam Heckings Mannschaft besser in die Partie, Daniel Didavi stand in der 17. und 20. Minute zweimal dicht vor einem Torerfolg. Nach dem Rückstand hingegen ging den Spielfluss bei den Gästen mehr und mehr verloren, bis Tomas Pekhart in der 37. Minute per Kopfball die Oberkante der Querlatte traf.

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In der Auftaktviertelstunde der zweiten Halbzeit neutralisierten sich beide Mannschaften weitgehend im Mittelfeld, weitere Torchancen blieben aus. Das änderte sich erst in der 58. Minute, als Pekhart per Kopf nur den linken Außenpfosten des HSV traf.

Fink reagierte 120 Sekunden später und ersetzte den torungefährlichen Koreaner Son Heung Min durch Ivo Ilicevic. Weitere zwei Minuten danach traf Jansen zum 2:0.

Torschütze Guerrero sowie Mannschaftskapitän Heiko Westermann als Abwehrchef mit Übersicht waren die stärksten Akteure des HSV, der erneut den Ausfall des offensivstarken Mladen Petric kompensieren musste. Bei den „Clubberern“ verdienten sich Didavi und auch Alexander Esswein wegen seines immensen Laufpensums eine gute Note.

Von Andreas Frank

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