Gündogan: "Deutschland war immer mein Traum"

Stuttgart - Ilkay Gündogan wurde für den Test gegen Brasilien erstmals von Bundestrainer Joachim Löw berücksichtigt. Bei einer DFB-Pressekonferenz offenbarte der Deutsch-Türke seine Zukunftspläne.

Mittelfeldspieler Ilkay Gündogan vom deutschen Meister Borussia Dortmund hat vor seinem Debüt in der Fußball-Nationalmannschaft am Mittwoch (20.45 Uhr/ARD) gegen Rekordweltmeister Brasilien in Stuttgart einen möglichen Wechsel zum türkischen Verband definitiv ausgeschlossen. „Ein Wechsel steht nicht mehr zur Debatte. Ich habe die Jugendteams des DFB ab der U18 durchlaufen. Und es war immer mein Traum, für Deutschland zu spielen“, sagte der türkischstämmige Gündogan, der voraussichtlich gegen den fünfmaligen Weltmeister seinen Länderspiel-Einstand feiern wird.

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Allerdings könnte der 20 Jahre alte gebürtige Gelsenkirchener mit türkischen Wurzeln auch nach einem Testspiel-Einsatz für Deutschland noch den Verband wechseln. Erst nach einem Pflichtspieleinsatz wäre dies ausgeschlossen. Zuletzt hatte der Schalker Jermaine Jones davon profitiert und sich für einen Wechsel in die USA entschieden. Doch der Neu-Dortmunder Gündogan plant unabhängig von einem weiteren Angebot der Türken, auch in der EM-Qualifikation für die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zu spielen.

„Ich will mich in der deutschen Elf durchsetzen. Alles andere ist für mich kein Thema“, sagte Gündogan: „Die Türkei hat immer wieder versucht, mich oder meinen Vater zu kontaktieren. Und es war sicher auch eine schwierige Entscheidung, da ich stolz auf das Heimatland meiner Eltern bin. Aber es hat sich niemand eingemischt.“

Gündogan ist einer von insgesamt vier Dortmundern, die für den Saisonauftakt der Nationalmannschaft gegen Brasilien nominiert wurden. Nach dem 3:1 gegen den Hamburger SV reisten Gündogan, Mario Götze, Sven Bender und Mats Hummels mit reichlich Rückenwind zum Treffpunkt der DFB-Auswahl in Stuttgart. Für Gündogan steht fest: Es soll nicht bei der einen Berufung bleiben. „In Dortmund werde ich weiter hart an mir arbeiten, dann kommt alles andere von allein.

SID

Rubriklistenbild: © dpa

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