Gomez verrät: "Habe Khedira gratuliert"

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Mario Gomez beim Torjubel gegen Madrid

München - Vor dem Duell des FC Bayern mit Real Madrid gab es noch warme Worte zwischen DFB-Kollegen. Doch am Mittwoch sind sie Gegner. "Voll mit Adrenalin" gehen Gomez & Co. ins K.o.-Spiel.

Franck Ribéry und Arjen Robben geben sich versöhnt, als geschlossene Einheit und “voll mit Adrenalin“ wollen die Bayern nun in der Festung Bernabéu bestehen. “Für diese Spiele lieben wir alle den Fußball“, erklärte Torjäger Gomez am Montag in München voller Vorfreude auf das Halbfinal-Rückspiel in der Champions League gegen Real Madrid. “Wenn wir so eine Leistung wie im Hinspiel bringen, werden wir ins Finale einziehen.“

Nach dem 2:1-Erfolg in München soll nun an diesem Mittwoch (20.45 Uhr/Sat.1 und Sky) die letzte “ganz große Herausforderung“ bei der Mission Heim-Finale bewältigt werden, wie Trainer Jupp Heynckes sagte. “Historisch hat es noch keine Mannschaft geschafft, im eigenen Stadion im Finale dabei zu sein. Wir werden nach Madrid gehen, um diesen Traum wahr werden zu lassen“, kündigte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge vor dem Spanien-Trip am Dienstag an.

“Ich erwarte ein dramatisches Spiel. Wir müssen hochkonzentriert zu Werke gehen und mit Demut ins Bernabéu-Stadion, das ein Monument im internationalen Fußball darstellt“, verkündete der Bayern-Chef. Man werde nicht mauern, sondern offensiv spielen, versicherten alle Münchner. “Wir werden angreifen, genauso wie es Real tun wird“, sagte Gomez. Er versprach ein “schönes, interessantes, packendes Spiel für die Zuschauer“. 80 000 werden das Stadion in Madrid füllen.

Keine weiteren Ausfälle hatte Heynckes, der am Montag geheim trainieren ließ, zu vermelden. Die Startelf aus dem Hinspiel wird sich wohl auch bei den Rekordtorjägern von Real beweisen dürfen. Vereint wollen dann die in der Vorwoche aneinandergerasselten Stars Ribéry und Robben das insgesamt elfte Europapokal-Finale des FC Bayern klarmachen. “Wichtig ist, dass die Mannschaft das intern geklärt hat. Damit ist die Sache vorbei. Jeder hat gesehen, was am Wochenende los war und deswegen ist die Sache gegessen“, sagte Kapitän Philipp Lahm. Zuletzt standen die Münchner 2010 im Endspiel: 0:2 hieß es ausgerechnet in Madrid, damals gegen Inter Mailand.

Während Reals Mesut Özil ankündigte, “wie gegen Barça“ weitermachen zu wollen, sieht Lahm die Madrilenen nach dem bemerkenswerten 2:1 beim FC Barcelona nicht in der besseren Position. “Das sind zwei verschiedene Wettbewerbe“, betonte der Außenverteidiger, der mit Hilfe seiner Teamkollegen wieder Angriffsmaschine Cristiano Ronaldo stoppen will. “Wir müssen alle zusammenarbeiten“, betonte der Kapitän.

Mit Spaß verfolgte Gomez beim spanischen Gipfeltreffen, dass Kumpel Sami Khedira mit seinem 1:0 gegen Barcelona mit dem 108. Saisontreffer Madrids Liga-Torrekord besiegelte. “Ich habe ihm gratuliert“, verriet der deutsche Toptorjäger, “aber am Mittwoch sind wir wieder Gegner.“ Reals Zauberfußballer sind nach dem Sieg über den FC Barcelona mit Selbstvertrauen beseelt, der FC Bayern konnte dafür beim 2:1 in Bremen Kräfte schonen. Alles Vergangenheit, glaubt Gomez. Am Mittwoch entscheide der Wille: “In so einem Spiel bist du voll mit Adrenalin. Da willst du unbedingt ins Finale.“

dpa

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