Götze erklärt sich zu Spekulationen - BVB gerüstet für Bayern

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Lukasz Piszczek (r) und Torschütze Mario Götze bejubeln den Treffer zum 5:1

Dortmund - Borussia Dortmund hat sich mit einer meisterlichen Vorstellung auf das Schlagerspiel beim FC Bayern München eingestimmt. Mario Götze äußerte sich nach Abpfiff zu Wechsel-Spekulationen.

Die größte Aufgabe erledigte Mario Götze nach seiner Gala. Wieder einmal musste das Juwel von Borussia Dortmund Spekulationen um seine Zukunft aus der Welt schaffen. „Ich bin mehr als glücklich hier, das sieht man doch. Außerdem habe noch einen Vertrag bis 2014“, sagte der 19-Jährige und konterte Schlagzeilen in England, denen zufolge der FC Arsenal einen zweiten Versuch starten wolle, Götze zu ködern. Der erste im Sommer mit einem 40-Millionen-Euro-Angebot scheiterte. Götze hatte allerdings unter der Woche in einem Interview einen Wechsel vor Ablauf seines Vertrages bis 2014 nicht ausgeschlossen.

 

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Sollte sich der zweifache Torschütze beim 5:1 (2:0) gegen den VfL Wolfsburg weiterhin derart ins Rampenlicht spielen, dürfte sich der Kreis der Götze-Jäger europaweit kontinuierlich vergrößern. Die BVB-Verantwortlichen sehen's gelassen, weil ihr Super-Mario die Antworten mit seinen Treuebekundungen eigentlich selbst formuliert - und Woche für Woche einen wesentlichen Beitrag für die Erfüllung seines Saisonziels, sprich Champions League, leistet.

Gegen die Niedersachsen eröffnete Götze mit seinem sehenswerten Treffer in der 12. Minute eine Glanzvorstellung des deutschen Meisters, nach der Trainer Jürgen Klopp ins Schwärmen geriet: „Das war unser bestes Saisonspiel, großartiger Fußball mit fantastischen Toren“. Die euphorischen Borussen-Fans gaben Götze und Co. eine klare Ansage mit auf den Weg. „Zieht den Bayern die Lederhosen aus! „, dröhnte es ohrenbetäubend durch die Dortmunder Arena. Der BVB scheint bestens gerüstet für den Bundesliga-Tophit nach der Länderspielpause beim Tabellenführer Bayern München (19. November).

Die Stimmung unter den 80.720 Zuschauern erinnerte fast schon an die Meisterparty im Mai. Klopp genoss den Moment in vollen Zügen und wollte noch nicht an das Duell mit dem Rekordmeister denken. „Wir sind in der Spitzengruppe dabei, da fühlen wir uns wohl“, sagte der 44-Jährige, doch viel wichtiger war ihm die Erkenntnis: „Das war wieder unser Fußball.“ 

Seit sechs Begegnungen ist der BVB unbesiegt, holte 16 von 18 möglichen Punkten bei 19:3 Toren. „Die Höhe des Sieges war mir nicht wichtig. Das Schönste und Wichtigste war für mich die Entstehung der Tore. Und wenn dann am Ende so ein Ergebnis steht, dann ist es umso schöner“, ergänzte Klopp nach einem rundum gelungenen Nachmittag.

Einen „großen Schatten“ werfe nur die schwere Verletzung von Neven Subotic auf das Spiel. Denn bei einem Kopfball-Duell mit Sotirios Kyrgiakos erlitt der Innenverteidiger „einen Mittelgesichtsbruch“, er muss operiert werden und fällt somit für den Rest der Hinrunde aus. Nahtlos fügte sich nach der Pause Felipe Santana in die Mannschaft ein, wie alle anderen Akteure, die in den vergangenen Wochen durch die Klopp-Rotation aufgrund der Belastung von sieben Spielen binnen 23 Tagen zum Einsatz kamen.

Dass die bevorstehende Länderspielpause seine Mannschaft aus dem Rhythmus bringen könnte, fürchtet Klopp nicht, denn er hatte wieder eine gewisse Stabilität ausgemacht. Der BVB-Coach lobte „die Disziplin, das schnelle Umschaltspiel und die punktgenauen Pässe“, die zu den weiteren Toren von Shinji Kagawa (45.), Sven Bender (61. ), dem achten Saisontreffer von Robert Lewandowski (67.) und erneut Götze (78.) führten. Für kurzzeitige Hoffnung beim VfL in einer überwiegend einseitigen Partie sorgte Alexander Hleb (60.) mit dem Tor zum zwischenzeitlichen 2:1.

„Das wars dann auch“, stellte Hasan Salihamidzic lakonisch fest. Nach der siebten Saisonniederlage bei nur 13 Punkten droht dem Meister von 2009 der Abstiegskampf. „Das Ergebnis könnte zu Überlegungen führen, dass der eine oder andere Spieler nicht die Qualität hat, unsere Ziele zu erreichen“, klagte VfL-Coach Felix Magath, dessen Mannschaft nur die ersten zehn Minuten Paroli bieten konnte, ansonsten jedoch kein Rezept gegen den Dortmunder Power-Fußball fand. In dieser Form droht den „Wölfen“ im bevorstehenden Derby gegen Hannover 96 die nächste Blamage.

sid

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