Was erlaube Keane?

"Trap" platzt der Kragen: Wutrede auf Pressekonferenz

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Giovanni Trapattoni hat mal wieder auf einer Pressekonferenz gewütet.

Posen - Nach den vielen Sticheleien von Fußball-Ikone Roy Keane ist Irlands Nationaltrainer Giovanni Trapattoni der Kragen geplatzt.

 „Ich habe bereits gesagt, dass Keane ein großartiger Spieler war, aber bisher war er noch kein guter Trainer. Ich könnte ihn fragen, warum, aber ein intelligenter Mann kennt die Antwort“, sagte Trapattoni auf einer Pressekonferenz vor dem letzten EM-Gruppenspiel am Montag in Posen gegen Italien noch halbwegs diplomatisch, ehe auf seiner Muttersprache Italienisch wetterte: „Was zur Hölle hat er als Trainer gewonnen? Er hat nichts erreicht!“

Der frühere Kapitän Keane reagierte gelassen auf Traps Wutausbruch. „Die Reaktion ist wie immer überzogen. Ich habe niemals den Trainer kritisiert, sondern nur gesagt, dass die Spieler und Fans ihre Mentalität ändern müssen. Ich kann aber verstehen, dass der Trainer mich jetzt anmacht, um die Spieler zu verteidigen“, sagte der 40-Jährige der Zeitung The Irish Sun.

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Der Auslöser für Trapattonis Zorn war Keanes Forderung, gegen Italien gleich elf neue Spieler zu bringen. „Kein Spieler hat sich in den zwei Spielen in Polen einen Kredit erarbeitet. Kein einziger. Deswegen sollte man gegen Italien elf Wechsel vornehmen“, hatte der ehemalige Mittelfeldstar von Manchester United gesagt.

Zuvor hatte Keane die Feier-Mentalität der irischen Fans nach Niederlagen angeprangert. Vor allem der Schlachtruf „You'll never beat the Irish“ (Ihr werdet niemals die Iren schlagen) ist Keane ein Dorn im Auge. „Es ist an der Zeit, diesen Song wegzulassen, denn im Moment schlägt uns jeder“, hatte Keane gesagt. Er habe die Mentalität der irischen Fans, unabhängig vom Ergebnis immer zu feiern, „endgültig satt. Das muss sich ändern“.

sid

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