"Das ist für mich zu akzeptieren"

Löw gibt zu: Bei der EM gab es "Reibereien"

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Bundestrainer Jogi Löw bei der Ankunft in Dublin.

Dublin - Bundestrainer Joachim Löw hat nach einem Gespräch mit Bastian Schweinsteiger über dessen Teamgeist-Kritik „Reibereien“ während der Fußball-EM eingeräumt.

 Die „Grundstimmung“ in der deutschen Nationalmannschaft während des Turniers im Sommer sei jedoch „in Ordnung“ gewesen, versicherte Löw am Donnerstag in Dublin bei einer Pressekonferenz zum WM-Qualifikationsspiel gegen Irland.

Schweinsteiger hatte öffentlich moniert, dass bei der EM nicht alle Ersatzspieler bei Torerfolgen von der Bank aufgesprungen seien. „Er hat mir seine Meinung erläutert“, berichtete Löw. Auch mit anderen Nationalspielern habe er geredet, die aber wie er einen anderen Eindruck vom Zusammenhalt beim Turnier gehabt hätten.

Löw bezeichnete Spannungen als normal, wenn ein Kader über einen Zeitraum von sieben Wochen ständig auf engem Raum zusammen sei. „Es gibt mal Reibereien, unterschiedliche Meinungen, verschiedene Gefühlslagen“, sagte Löw: „Das ist für mich zu akzeptieren.“ Er sagte, dass der Teamgeist bei der Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika „überragend gut“ gewesen wäre, bei der EM im Sommer bezeichnete er ihn als „gut“. Auch die Ersatzspieler hätten das Team unterstützt.

In dem rund halbstündigen Gespräch mit Schweinsteiger habe man über die Teamgeist-Debatte hinaus Dinge angesprochen, die man insgesamt verbessern wolle. Details nannte Löw nicht. Schweinsteiger hatte im Verlauf der Vorbereitung auf das Irland-Spiel betont, dass er weiterhin zu seiner Meinung stehe. Seine Intention sei, dass im Kreise der Nationalmannschaft „alles dem großen Ziel untergeordnet“ werde. Gemeint ist damit ein Titelgewinn bei einem großen Turnier.

sid

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