VfB gewinnt Derby gegen Freiburg

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Stuttgarts Martin Harnik (r.) jubelt nach dem Treffer zum 1:0 neben Freiburgs Papiss Cisse.

Freiburg - Zwei Tore von Martin Harnik haben die Verhältnisse im Ländle wieder geradegerückt. Nach zwei Niederlagen in der vergangenen Saison gewann der VfB Stuttgart am Freitag das baden-württembergische Fußball-Derby beim SC Freiburg.

Stuttgart siegte mit 2:1 (1:0).

Der Österreicher Harnik (33./72.) erzielte vor 24 000 Zuschauern im ausverkauften Badenova-Stadion beide Treffer für die Schwaben, die vorerst bis auf Platz drei der Bundesliga-Tabelle kletterten. Papiss Demba Cissé verkürzte in der 84. Minute mit seinem fünften Saisontor für die Freiburger, die eine Woche nach dem 0:7-Debakel in München trotz einer couragierten Vorstellung die nächste bittere Pleite hinnehmen mussten.

Ganz besonders im Fokus stand im Derby Freiburgs Torjäger Cissé, der schon beim Aufwärmen lautstark gefeiert wurde. Der beste Bundesliga-Schütze der Breisgauer hatte nach seinem geplatzten Wechsel eine Gehaltserhöhung als Motivationsspritze erhalten und dazu die Zusage, den Verein bei einem Angebot in entsprechender Höhe nach Saisonende verlassen zu dürfen. Auf dem Rasen agierte der Senegalese beweglich wie lange nicht mehr und belohnte sich kurz vor Schluss mit seinem 33. Tor im SC-Trikot für einen engagierten Auftritt.

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Extreme personelle Sorgen plagen den SC weiter in der Defensive: In Pavel Krmas verletzte sich vor kurz vor dem Spiel nach Kapitän Heiko Butscher der nächste Innenverteidiger. Für ihn kam Neuzugang Bag Ferati zu seinem Liga-Debüt. Doch auch für den Schweizer war die Partie nach 26 Minuten wegen einer Verletzung vorzeitig beendet.

Die Freiburger unterstrichen mit ihrem Auftritt, dass sie die Klatsche von München gut weggesteckt haben. Beim Kopfball von Cissé nach Julian Schusters Ecke verhinderte Sven Ulreich mit der Faust die mögliche frühe Führung (11.) für den SC. In der 28. Minute lenkte der Schlussmann der Stuttgarter einen Schuss von Stefan Reisinger mit den Fingerspitzen über die Latte.

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Um so überraschender gingen die Gäste praktisch mit ihrer ersten Chance in Führung: Nach einem zu kurz abgewehrten Ball zog Harnik von der Strafraumgrenze ab und überlistete Oliver Baumann im Freiburger Tor mit einem Aufsetzer. Bis dahin hatte Bruno Labbadias Team in der Offensive wenig zustande gebracht. Auch Christian Gentner, der auf der Zehner-Position wieder den Vorzug vor dem formschwachen Tamas Hajnal erhalten hatte, brachte das Spiel der Gäste nicht auf Touren.

Erst nach Wiederbeginn bekam der VfB das Heft in die Hand und erspielte sich gute Gelegenheiten gegen die wacklige Abwehr der Hausherren. Doch Zdravko Kuzmanovic (54.), der einen Eckball von Cristian Molinaro volley aufs Tor jagte, und Gentner (56.) fanden jeweils in Baumann ihren Meister. Die Freiburger drängten in der zweiten Halbzeit zwar vehement, aber auch planlos auf den Ausgleich. Mit einem Schuss aus spitzem Winkel beendete Harnik 18 Minuten vor dem Ende die Hoffnungen der Gastgeber auf einen Punktgewinn.

Von Sebastian Stiekel

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