Gewalt in deutschen Stadien auf Rekordniveau

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Fans von Dynamo Dresen beim Pokalspiel in DOrtmund: Solche Bilder sind in den letzten Jahren immer häufiger in Deutschlands Fußballstadien zu sehen.

Berlin - In den vergangenen Jahren hat die Gewalt durch deutsche Fußballfans deutlich zugenommen. In der Saison 2010/11 wurden in der Bundesliga und in der Zweiten Liga insgesamt 846 Personen verletzt.

Das stelle einen neuen Höchststand dar, zitiert die Frankfurter Rundschau (Samstagausgabe) aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion.

Wie das Innenministerium ausführt, hat sich die Gewalt in Fußballstadien seit 2000 deutlich gesteigert. Die Zahl der 2010/11 eingeleiteten Strafverfahren habe um knapp 40 Prozent über dem Durchschnitt der zwölf Jahre zuvor gelegen. In der gesamten Verbunddatei "Gewalttäter Sport" sind 12.996 Personen erfasst, von denen etwa zehn Prozent als Rechtsextremisten gelten.

Die Linkspartei hält das für naiv. "Die Bundesregierung scheint auch beim Fußball auf dem rechten Auge blind zu sein", sagte ihre innenpolitische Sprecherin, Ulla Jelpke, der Frankfurter Rundschau. Jepke verwies unter anderem darauf, Zwickauer Fans hätten sogar die rechtsextreme Terrorzelle "NSU" in Gesängen gefeiert.

dapd

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