Erneuter Zwischenfall

Gewalt in Argentinien: Fan niedergestochen

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Die River-Plate-Fans im Estadio Monumental von Buenos Aires. Nach dem Spiel kam es vor der Arena zu der Messerattacke.

Buenos Aires - Der argentinische Fußball sorgt weiterhin für negative Schlagzeilen. Statt sportlicher Höhepunkte bestimmen die Gewaltexzesse der Fans das Bild.

Gewalt bleibt die Geißel des argentinischen Fußballs. Trotz zweier Todesfälle durch Krawalle seit Ende Februar sorgten Hooligans erneut für Schreckensnachrichten. Vor dem Erstliga-Punktspiel zwischen River Plate Buenos Aires und Colon (2:1) wurde am Sonntag bei gewalttätigen Auseinandersetzungen rivalisierender Anhänger nach Polizeiangaben ein Fan der Gastgeber in der Nähe des Stadions niedergestochen. Tags zuvor schon hatten Hooligans von San Martin kurz vor Abpfiff des Punktspiels gegen Racing Club Buenos Aires beim Stand von 0:3 durch Ausschreitungen den Abbruch der Begegnung provoziert.

In den vergangenen Tagen waren zwei Menschen durch Gewaltexzesse von Fußball-Hooligans ums Leben gekommen. Zu Monatsbeginn starb bei einem Zweitliga-Spiel ein 31-Jähriger durch einen Schuss in die Brust. Ende Februar erlag ein Anhänger des Erstligisten Tigre seinen Verletzungen, die er mehrere Tage zuvor bei einer Schießerei vor dem Spiel seines Klubs gegen River Plate erlitten hatte.

Die Messer-Attacke auf den River-Plate-Fan war am vergangenen Sonntag der traurige Höhepunkt der Krawalle beim Spiel in Buenos Aires. Wie schwer der Mann verletzt worden ist, teilten die Behörden nicht mit. Die Polizei berichtete zudem von schweren Schlägereien zwischen Fan-Gruppen beider Teams auf einer Stadtautobahn der argentinischen Metropole.

In San Martin hatten die Fans der Platzherren zahlreiche Gegenstände auf das Spielfeld geworfen und versucht, über die Absperrgitter in den Innenraum der Arena zu gelangen. Weil die Polizei die Situation offenbar nicht in den Griff bekommen konnte, entschloss sich der Schiedsrichter zum Abbruch.

SID

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