VfB gelingt erster Schritt aus der Krise

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Freude bei den Stuttgattern: Torschütze Vedad Ibisevic (M) wird von Arthur Boka (r) beglückwünscht.

Frankfurt/Main - Der VfB Stuttgart hat einen großen Schritt aus seiner Krise gemacht, Eintracht Frankfurt dagegen muss womöglich noch länger auf das ersehnte Signal seines Trainers Veh warten.

Der Aufsteiger verlor am Sonntag gegen die bislang schlechteste Rückrunden-Mannschaft der Fußball-Bundesliga mit 1:2 (1:0) und verpasste dadurch erneut die ominöse Marke von 40 Punkten, an der Veh sich endlich erklären will: Verlängert er seinen auslaufenden Vertrag in Frankfurt oder wechselt er, worauf immer mehr Anzeichen hindeuten, nach dieser Saison zu Schalke 04?

Immerhin steht die Eintracht trotz der Niederlage wieder auf einem Champions-League-Platz und beendete durch Stefan Aigners Führungstor (16.) auch ihre lange Torflaute von am Ende 520 Minuten. Der VfB drehte die Parte vor 50 600 Zuschauern in der zweiten Halbzeit durch einen Foulelfmeter von Vedad Ibisevic (49.) und ein Kopfballtor von Georg Niedermeier (71.). Drei Tage nach dem Europa-League-Aus bei Lazio Rom haben die Stuttgarter nun wenigstens in der Bundesliga wieder beruhigende acht Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz.

Unmittelbar vor dem Anpfiff hatte es wie schon in den vergangenen Tagen (fast) nur ein Thema gegeben: die Zukunft von Trainer Veh. Sowohl der Eintracht-Vorstandsvorsitzende Heribert Bruchhagen als auch Veh äußerten sich zurückhaltend. „Ich bin hier bei Eintracht Frankfurt Trainer und das ist jetzt primär das Wichtigste“, sagte Veh im TV-Sender Sky. Die Frankfurter Verantwortlichen um Bruchhagen und Hübner dementieren, dass der Wechsel bereits feststeht und sehen trotz aller Diskussionen immer noch eine Chance, dass Veh bleibt.

Bruchhagen rechnet allerdings nicht mit einer Erklärung Vehs schon an diesem Montag. „Es ist sein gutes Recht, so zu entscheiden, wie er es für richtig hält. Ich glaube aber, dass die persönliche Entscheidung von ihm noch nicht gefallen ist“, sagte er Liga total.

Auf die Mannschaft schien sich die Unruhe anfangs nicht zu übertragen. Im Duell der Kriselnden waren die Gastgeber in den ersten 45 Minuten das aktivere und zielstrebigere Team und gingen auch verdient in Führung. Nach dem Wechsel aber gerieten die Hessen aus dem Konzept. Der VfB nutzte seine wenigen Chancen effizient und erarbeitete sich mit etwas Glück den wichtigen Sieg im Abstiegskampf.

Obwohl Veh wieder alle Profis zur Verfügung standen, kehrte er nicht zum Erfolgssystem 4-2-3-1 der Hinrunde zurück. Der Stuttgarter Meistertrainer von 2007 spielte weiter im 4-4-2 ohne gelernten Stürmer. Vorne vertraute er den Mittelfeldspielern Takashi Inui und Aigner. Der 25-Jährige beendete dann auch die Torflaute der Hessen, als er nach perfektem Zuspiel von Pirmin Schwegler zu seinem achten Saisontor einschob. Die Schwaben dagegen enttäuschten nach dem schwachen Europa-League-Auftritt anfangs auch im Liga-Alltag.

Umso überraschender der Start in die zweite Hälfte. Der etatmäßige Linksverteidiger Arthur Boka, von Trainer Bruno Labbadia im defensiven Mittelfeld aufgeboten, wurde von Schwegler im Strafraum gefoult. Den Elfmeter nutzte Ibisevic zu seinem 12. Saisontreffer. Nach dem 1:1 wurde das Spiel deutlich besser. Beide Mannschaften schienen sich mit dem Remis nicht zufriedengeben zu wollen.

Der VfB war jetzt engagierter und konzentrierter. Nach einer Flanke des eingewechselten Alexandru Maxim traf Niedermeier aus sechs Metern per Kopf. In einer hektischen Schlussphase verteidigten die Gäste die Führung. Auch weil Schiedsrichter Peter Sippel nach einem Zusammenprall zwischen Stuttgarts Torwart Sven Ulreich und Srdjan Lakic nicht auf Elfmeter entschied (85.).

dpa

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