Gegenwind für Klinsmann

"US-Team hat sich zurückentwickelt"

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Jürgen Klinsmann gerät in den USA unter Druck.

North Sound (Antigua und Barbuda) - Der frühere Bundestrainer Jürgen Klinsmann ist nach der Beinahe-Blamage auf Antigua und Barbuda heftig in die Kritik geraten.

„Jürgen Klinsmann hat Fragen zu beantworten“, schrieb die Sports Illustrated: „Er ist angetreten, um den US-Fußball aufs nächste Level zu heben. Aber Fakt ist, dass sich das Team in den 14 Monaten Amtszeit des Deutschen zurückentwickelt hat. Durch die drei Punkte sollte er sich nicht in Sicherheit wiegen, denn ehrlich gesagt, verdient er sie nicht. Mexiko hätte Antigua mit 5:0 geschlagen.“

Klinsmanns US-Boys gewannen beim 106. der Weltrangliste stattdessen nur 2:1. Durch ein Siegtor von Doppeltorschütze Eddie Johnson in der letzten Minute. „Natürlich können wir besser spielen“, meinte der Weltmeister von 1990: „Wir wussten, dass es sehr schwierig wird. Es war für sie das Spiel ihres Lebens. Wir haben die drei Punkte geholt, das ist das Wichtigste.“

Besonders die Tatsache, Stürmer Jozy Altidore nicht nominiert zu haben, brachte Klinsmann Gegenwind ein. Es sei ein „seltsamer Zeitpunkt“ und ein „unnötiges Risiko“ gewesen, schrieb Sports Illustrated. Klinsmann hatte den Denkzettel für den Angreifer von AZ Almaar damit begründet, „dass ich mit seinen jüngsten Leistungen, ja eigentlich mit seinen Leistungen in den gesamten 14 Monaten nicht zufrieden war“.

Durch den Zittersieg haben die USA zumindest beste Aussichten, die vierte Qualifikationsrunde, die in einer finalen Sechsergruppe ausgespielt wird, zu erreichen. Mit zehn Zählern liegen die US-Amerikaner vor dem abschließenden Gruppenspiel punktgleich mit dem nächsten Gegner Guatemala, der Jamaika mit 2:1 (1:0) bezwang. Beiden Teams reicht am Dienstag (Ortszeit) im direkten Duell bereits ein Unentschieden, um Jamaika (7) auf Distanz zu halten und die nächste Runde zu erreichen.

SID

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