So eine Sauerei auf dem Platz

Wildschweine zerstören Fußballplatz

Dresden - Was für eine Sauerei. Das dachte ein Platzwart des sächsischen Fußballklubs SC Borea Dresden. Wildschweine pflügten den ganzen Rasen um. Und das nicht das erste Mal.

Es war keine Spielmanipulation, um den Gästen einen schlechteren Rasen zu präsentieren. Denn selbst ein 1,20 Meter hoher Stahlzaun konnte die Schwarzkittel nicht aufhalten. In aller Seelenruhe pflügte eine Wildschwein-Rotte in der Nacht zum Dienstag den Rasenplatz des sächsischen Fußballclubs SC Borea Dresden gründlich um - und das nicht zum ersten Mal. Bereits vor zwei Jahren hatten die Borstentiere auf der Nahrungssuche den Boden im „Jägerpark“ ruiniert und damals gar für eine Spielabsage gesorgt. Nach dieser „Sauerei“ war eine Metallumzäunung gebaut worden. Diese hat offensichtlich jedoch eine Schwachstelle, die die Wildschweine fanden und ausnutzten.

So schlimm wie damals ist es nicht, das Landespokalspiel gegen Oberligist Budissa Bautzen kann am Wochenende wohl angepfiffen werden. „Bis zum Sonntag ist der Rasen wieder in Ordnung. Sicher müssen wir den Trainingsbetrieb auf dem Hauptplatz vorerst einschränken, aber die Spiele sind abgesichert“, sagte Clubpräsident Peter Hering der „Sächsischen Zeitung“ (Donnerstagausgabe).

Vielleicht waren die Wildschweine auch auf Rache aus. Denn Dresdens Pressesprecher Jürgen Haarfeldt hatte Anfang Juni ein Sommerfest des Vereins mit den Worten angekündigt: „Für das leibliche Wohl steht im einst von Wildschweinen heimgesuchten Jägerpark ein frisch zubereitetes Wildgulasch bereit.“

dpa

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