Fußballfan stirbt durch Kopfschuss

Buenos Aires - In der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires ist ein 27 Jahre alter Fußball-Anhänger erschossen worden. Der Fan war mit einem Ultra-Chef auf dem Motorrad unterwegs.

Der Vorfall ereignete sich nach der Partie Estudiantes gegen Banfield am Montagabend (Ortszeit). Es ist das dritte Todesopfer rund um den argentinischen Fußball im Jahr 2011 und das 44. seit 2004.

Das Opfer war der Fahrer des Chefs der “Barras Bravas“ (Wilde Jungs) von Banfield. “Barras Bravas“ werden in Argentinien die den europäischen Ultras ähnlichen Anhänger eines Vereines genannt. Laut Aussage des Barras-Chefs Miguel Tuñinali befanden sich die beiden auf dem Heimweg, als sie im Viertel Banfield von zwei Motorrädern aus beschossen wurden. Der Fahrer starb an einem Kopfschuss, Tuñinali entging dem Tod nur knapp, berichtet am Mittwoch die Tageszeitung “Clarín“ in Berufung auf Tuñinali.

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Die Partie Estudiantes-Banfield war zwei Stunden zuvor abgebrochen worden, nachdem Anhänger der Heimmannschaft den Gäste-Torwart mit Knallkörpern beworfen hatten. Estudiantes-Kapitän Juan Sebastian Verón hatte sich daraufhin ein heftiges Wortgefecht mit seinen Anhängern geliefert.

Der argentinische Fußball wird seit langem von der Gewalt unter Fans beherrscht. Das erste Todesopfer war 1924 zu beklagen. Viele der insgesamt 257 Todesfälle rund um den argentinischen Fußball ereignen sich bei Konflikten innerhalb der Fan-Lager desselben Vereins. Die Barras Bravas sind Mafia-ähnliche Organisationen, die durch Drogenhandel Geld verdienen und in vielen Vereinen Druck auf Funktionäre und Spieler ausüben.

dpa

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