Fürth verteidigt Tabellenspitze - 60 mit Wiesn-Kater

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Trotz eines mageren Unentschiedens beim Karlsruher SC hat die SpVgg Greuther Fürth die  Tabellenführung in der zweiten Bundesliga verteidigt.

Fürth - Die SpVgg Greuther Fürth bleibt trotz einer ganz schwachen Leistung Tabellenführer in der 2. Fußball-Bundesliga. Bei den beiden anderen Sonntagsspielen gab es Überraschungen. 

Das Team von Trainer Mike Büskens kam beim Abstiegskandidaten Karlsruher SC zwar nicht über ein 2:2 (1:0) hinaus, liegt in der Tabelle aber noch einen Zähler vor Bundesliga-Absteiger Eintracht Frankfurt. Allerdings müssen die Fürther im nächsten Heimspiel auf Asen Karaslawow verzichten, der in der 84. Minute die Gelb-Rote-Karte sah.

Zweitliga-Etats: Wo das große Geld die Tore schießt

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Vor 13.245 Zuschauern im Karlsruher Wildparkstadion drehten Gaetan Krebs (69.) und Giuseppe Aquaro (85.) das Spiel in der zweiten Halbzeit zunächst zugunsten der Gastgeber. Der kasachische Nationalspieler Heinrich Schmidtgal hatte Fürth mit seinem zweiten Saisontreffer früh in Führung gebracht (19.). Sekunden vor dem Ende sorgte Mergim Mavraj dann doch noch für den 2:2-Endstand (90.+2).

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Der KSC war über weite Strecken der Partie die deutlich bessere Elf. Bogdan Müller hatte in der zweiten Minute zunächst großes Pech, als sein Schuss am Pfosten des Fürther Tores landete. Auch anschließend dominierten die Badener, ehe Schmidtgal die erste Chance der Fürther zum 1:0 nutzte. Anschließend wurde das Spiel vor allem vonseiten der Karlsruher extrem ruppig geführt, die Nerven lagen blank.

Auch nach der Pause kamen die Badener, die nach zuvor fünf Niederlagen in Folge am vergangenen Wochenende beim 1:1 in Rostock wieder einen Punktgewinn gefeiert hatten, besser aus der Kabine. Doch Tormöglichkeiten blieben im zweiten Abschnitt zunächst Mangelware, ehe Müller freistehend die Latte traf (68.) und eine Minute später Krebs für den Ausgleich sorgte. Aquaro sorgte dann für die vielumjubelte Führung, ehe Mavraj die KSC-Fans mit seinem Last-Minute-Treffer schockte.

Beste Spieler beim KSC waren Müller und Delron Buckley. Bei Fürth verdienten sich Mavraj und Milorad Pekovic die Bestnoten.

MSV lässt Punkte gegen Paderborn

Trainer Milan Sasic droht mehr denn je das Aus beim Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg. Der Ex-Bundesligist verlor zu Hause am Sonntag trotz einer über weite Strecken guten Leistung 0:1 (0:0) gegen den SC Paderborn und steht weiter mit nur sechs Punkten in der Abstiegszone. Paderborn nutzte die erste vielversprechende Szene durch Nick Proschwitz zum 1:0 (77.) und verbesserte sich damit auf bemerkenswerte 18 Punkte.

Vor dem Spiel musste der in der Kritik stehende Sasic einen personellen Rückschlag hinnehmen, weil Branimir Bajic kurzfristig wegen einer Hüftverletzung nicht zur Verfügung stand. Dennoch spielte der MSV die beste Halbzeit der Saison. Die größte Chance hatte Waleri Domowtschiski mit einer Direktabnahme an Paderborns Keeper Lukas Kruse.

Zum Entsetzen der 11.327 Zuschauer in der MSV-Arena kamen die Gäste zum Torerfolg, ohne eigentlich eine richtige Möglichkeit zu haben. Proschwitz hielt aus 25 Metern einfach drauf und traf.

Katerstimmung bei den "Löwen"

Kräftiger Kater zum Wiesn-Ausklang: Fußball-Zweitligist TSV 1860 München hat nach vier Siegen zu Hause die erste Heimniederlage der Saison kassiert. Die “Löwen“ verloren am Sonntag gegen Dynamo Dresden mit 2:4 (0:2). Der dreimal erfolgreiche Mickael Poté (13. Minute/16./60.) und Romain Brégerie (59.) waren die Torschützen für den effektiven Aufsteiger, der bis dahin noch ohne Punkt in der Fremde war. Für die Gastgeber erzielte Daniel Bierofka (65./90.+2) nach dem 0:4-Zwischenstand noch die Ehrentreffer.

Die Münchner verloren vor 39 500 Zuschauern nicht nur die Punkte am Abschluss-Wochenende des Oktoberfestes, sondern auch noch Verteidiger Stefan Buck. Nach seiner Gelb-Roten Karte am ersten Spieltag gegen Eintracht Braunschweig leistete sich Buck diesmal in der 55. Minute ein Foul am nicht zu bändigenden Poté. Schiedsrichter Tobias Christ wertete das als Notbremse und zog Rot.

Die “Löwen“ erholten sich von dem Doppelschlag durch Poté zum 0:2 nicht mehr. Die Dresdner, bei denen Wolfgang Hesl erstmals anstelle von Dennis Eilhoff im Tor stand, spielten clever und nutzten gut ihre Möglichkeiten gegen die nicht sattelfeste Münchner Hintermannschaft.

dpa/dapd

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