Fürth marschiert, Paderborn patzt, Reck zittert

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Der Fürther Olivier Occean (2.v.l) schiebt den Ball zum 1:0 am Aachener Torwart Boy Waterman vorbei ins Tor.

Köln - Spitzenreiter SpVgg Greuther Fürth marschiert, Verfolger SC Paderborn kommt ins Stocken, und der MSV Duisburg verpasst in letzter Sekunde den Schritt aus der Krise.

Während Fürth mit dem 1:0 (1:0) Pflichtsieg gegen Alemannia Aachen den Platz an der Sonne verteidigte, ließ die Überraschungsmannschaft aus Ostwestfalen beim 0:0 gegen Ex-Bundesligist VfL Bochum Federn. Trainer Oliver Reck droht nach dem 1:1 (0:0) bei Union Berlin und dem siebten Spiel in Folge ohne Sieg mehr denn je der Rauswurf beim MSV.

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In Fürth schoss Olivier Occean (29.) das beste Heimteam der Liga, das zum fünften Mal in Folge unbesiegt blieb und als Spitzenreiter mit 53 Punkten weiter beste Chancen auf den Aufstieg hat, zum hochverdienten Sieg. “Wir hätten uns früher mit einem weiteren Tor belohnen müssen“, betonte Trainer Mike Büskens. “Von der Spielanlage habe ich ein sehr ordentliches Spiel gesehen.“

Die Alemannia (21 Zähler) befindet sich als Tabellen-14. weiter mitten im Abstiegskampf. Trainer Friedhelm Funkel und sein Team blieben in Fürth zum vierten Mal in Serie ohne eigenen Treffer.

Stark war Aachens Torhüter Boy Waterman, rekordverdächtig Fürths Keeper Max Grün. Er blieb zum 15. Mal in dieser Saison ohne Gegentor.

Ohne seinen verletzten Top-Torjäger Nick Proschwitz musste sich Paderborn nach zuletzt zwei deutlichen Siegen im Westfalenderby gegen Bochum mit einem torlosen Unentschieden begnügen. Für das größte Aufsehen sorgten dabei einige Schwachmaten, die durch das Abfeuern von Bengalos im Bochumer Block den Beginn der zweiten Hälfte verzögerten.

Vor 13.202 Zuschauern taten sich die Hausherren ohne ihren Goalgetter, der in dieser Saison schon 15 Treffer erzielt hat, in der Offensive sehr schwer. Proschwitz-Vertreter Matthew Taylor konnte kaum Akzente setzen. “Wenn der Platz ein bisschen besser gewesen wäre, hätten wir heute das Tor gemacht“, sagte Paderborns Markus Krösche.

Ob der Rauswurf von Reck in Duisburg noch einmal hinausgezögert wird, ist derweil nach dem knapp verpassten Befreiungsschlag fraglich. In Berlin egalisierte Simon Terodde (90.+1) die Führung von Maurice Exslager (62.), der mit seinem Treffer 381 torlose Minuten des MSV beendete. In der 69. Minute hatte MSV-Torwart Felix Wiedwald zudem einen Foulelfmeter von Silvio pariert. Duisburg bleibt damit im Tabellenkeller.

Vor 15.076 Zuschauern in der Alten Försterei hatte sich Duisburg aber keineswegs wie ein Abstiegskandidat präsentiert und konnte vor allem kämpferisch überzeugen. “Jeder hat gesehen, dass der Trainer der richtige ist“, sagte Exslager. “Ich werde alles opfern, damit dieser Verein in der 2. Liga bleibt“, versprach Reck.

sid/dpa

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