Fünf Spiele Sperre für Lell

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Christian Lell beim Skandal-Spiel

Berlin - Christian Lell von Hertha BSC ist vom Sportgericht des DFB wegen eines krass sportwidrigen Verhaltens für fünf Pflichtspiele gesperrt worden.

Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat Hertha-Profi Christian Lell wegen der Vorfälle beim Relegations-Skandalspiel bei Fortuna Düsseldorf (2:2) am 15. Mai für fünf Spiele gesperrt. Im Einzelrichterverfahren wurde der Rechtsverteidiger wegen eines krass sportwidrigen Verhaltens in Form einer Tätlichkeit gegen den Gegner und wegen Schiedsrichter-Beleidigung sanktioniert. Das Sportgericht blieb allerdings unter dem Strafantrag des DFB-Kontrollausschusses, der eine Sperre von sechs Partien gefordert hatte.

Da Lell vor dem Schiedsgericht nicht mehr abstritt, Schiedsrichter Wolfang Stark (Ergolding) am 15. Mai in Düsseldorf beleidigt zu haben, wirkte sich das strafmildernd aus. Den Vorwurf, den Düsseldorfer Gegenspieler Assani Lukimya angespuckt zu haben, wies Lell jedoch von sich.

„Ich habe Lukimya definitiv nicht bespuckt, obwohl er auf dem Platz so getan hat“, sagte der ehemalige Bayern-Profi der Bild-Zeitung. Dass der Düsseldorfer später erklärte, Lell habe sich bei ihm entschuldigt, brachte den Berliner auf die Palme: „Eine Sauerei wie Lukimya lügt!“ Lells Vertrag bei Hertha läuft am Ende des Monats aus, er wird den Klub aller Voraussicht nach verlassen.

Zuvor waren bereits die Berliner Spieler Lewan Kobiaschwili (siebeneinhalb Monate), Thomas Kraft (vier Spiele), Andre Mijatovic (drei Spiele) und Düsseldorfs Mittelfeldspieler Andreas Lambertz (zwei Spiele) gesperrt worden. Kobiaschwilis Strafe ist die härteste, die jemals für einen Bundesliga-Profi wegen einer Tätlichkeit verhängt wurde. Der Georgier hatte Stark nach Spielschluss auf dem Treppenabgang des Spielertunnels mit einem Faustschlag am Hinterkopf getroffen.

sid

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