Derby im DFB-Pokal

Freiburg will im "Spiel der Spiele" VfB schocken

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Freiburg-Coach Christian Streich

Stuttgart - Beim Cup-Knüller zwischen dem VfB Stuttgart und dem SC Freiburg gibt es keinen Favoriten. Die Chancen stehen 50:50. Aber egal ob Württemberger oder Badener - alle fiebern dem Halbfinale an diesem Mittwoch entgegen.

Ausgerechnet ein badischer Konkurrent kann den Schwaben die ziemlich enttäuschende Saison komplett vermasseln. Sollte der SC Freiburg im Pokal-Halbfinale triumphieren, stünde der VfB Stuttgart vor dem Nichts. „Das Ergebnis wirkt sich auch auf unsere Ausrichtung für die nächste Saison aus“, räumte der zum Sportvorstand aufgestiegene Manager Fredi Bobic im Fall eines Cup-K.o.'s negative Folgen für den Fußball-Bundesligisten ein.

Für beide Mannschaften ist das traditionell brisante und prestigeträchtige württembergisch-badische Duell am Mittwoch (20.30 Uhr/ARD und Sky) ein absoluter Knüller in vielfacher Hinsicht. „Das ist das Spiel der Spiele“, sagte Freiburgs Mittelfeldmann Daniel Caligiuri begeistert. „Wir versuchen alles zu geben, damit wir ins Finale kommen. In Berlin ist man nicht alle Tage, das ist eine einmalige Sache.“ Sein Teamkollege Jonathan Schmid assistierte: „Ich denke, dass jeder Spieler den Traum hat, das Finale in Berlin zu spielen.“

Stuttgarts Stürmer Martin Harnik versprach: „Wir wollen im Halbfinale ein Highlight setzen und ins Finale nach Berlin.“ Mittelfeldspieler Christian Gentner wittert „eine Riesenchance auf Berlin. Da wollen wir unbedingt hin. Das ist ein Highlight.“

Für den dreimaligen Pokal-Gewinner Stuttgart ist das fast schon Routine: Zum sechsten Mal winkt ihm die Chance aufs Endspiel. Für Freiburg ist dagegen der Vorstoß ins Halbfinale eine Premiere. Christian Streich führte in seiner Zeit als Juniorentrainer die A-Jugend des Sportclubs allerdings dreimal zum Pokalsieg. Einige seiner damaligen Schützlinge gehören heute zur Stammformationen der in der Liga so frisch und frech auftrumpfenden Freiburger.

Caligiuri zählt dazu. „Ich war mit der A-Jugend schon Pokalsieger, davon haben wir einige in der Truppe. Aber das war natürlich A-Jugend und jetzt sind wir Profis. Aber da Streich schon dreimal im Finale war, kann es gut sein, dass wir wieder mit ihm nach Berlin fahren.“

Einen Favoriten gibt es für den Cup-Knüller nicht. Der VfB überzeugte zuletzt gegen Gladbach und hat Heimvorteil in der noch nicht ausverkauften Mercedes-Benz Arena. Für Freiburg spricht die seit Wochen überzeugende Leistung, was Tabellenplatz fünf mit nur einem Punkt Rückstand auf Rang vier und damit die Qualifikation zur Champions League eindrucksvoll untermauert. Laut Schmid setzt sich die Mannschaft durch, „die mehr Zweikämpfe gewinnt“.

DFB-Pokal-Sensationen seit 1990

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Streich versucht, den Hype um das Halbfinale etwas einzudämmen - soweit das überhaupt geht. „Die Bundesliga ist für uns eine so große Herausforderung, da kann der Pokal nicht so viel mehr sein“, sagte er. „Es gibt keine 120 Prozent, wir haben sie zumindest noch nicht gefunden, wir können nur 100 Prozent geben.“ Auch bezüglich der Vorbereitung hielt sich Streich bedeckt: „Wir machen kein einstündiges Motivationsvideo.“

Das ist auch nicht nötig. Seine Spieler fiebern dem Hit auch so entgegen. „Wir freuen uns schon seit einigen Wochen, dass wir im Halbfinale sind, jetzt ist es endlich so weit. Nach dem Sieg gegen Hannover gehen wir mit breiter Brust nach Stuttgart und wollen natürlich ins Finale, das ist klar“, betonte Caligiuri.

dpa

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