Schmid und Makiadi treffen

Freiburg auf Europapokal-Kurs

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Der SC Freiburg schnuppert am Europacup. Augsburg kann die Patzer der Konkurrenz nicht nutzen.

Freiburg - Beim ersten Sonntagsspiel zeigte sich der SC Freiburg als der abgeklärtere Klub. Mit einem am Ende souveränen Sieg über den FCA bleiben die Breisgauer auf Europapokal-Kurs. Die Augsburger müssen zittern.

Der SC Freiburg hat nach dem Ende seiner Ergebnis-Krise den vielleicht entscheidenden Schritt Richtung Europa gemacht und dem abstiegsgefährdeten FC Augsburg eine Illusion geraubt. Die Breisgauer besiegten nach zuletzt drei Pflichtspiel-Niederlagen den FCA dank einer Steigerung nach dem Wechsel mit 2:0 (1:0) und zementierten den anvisierten sechsten Tabellenplatz, der die Teilnahme an der Europa League garantiert.

Vor 24.000 Zuschauern besiegelten Cedrick Makiadi (30.) und Jonathan Schmid mit seinem neunten Saisontor (61.) den letztlich verdienten achten Heimsieg der Freiburger in der laufenden Saison in der Fußball-Bundesliga.

„So ein Spiel haben wir in dieser Saison noch nicht gewonnen. Augsburg hat viele Chancen vergeben. Wenn man nach so einem guten Spiel verliert, ist das hart. Sie zählen in der Rückrunde zu den sechs besten Mannschaften“, sagte SC-Trainer Christian Streich bei Sky, während sein Torhüter Oliver Baumann erklärte: „Wir sind nicht gut reingekommen. Augsburg hat viel Druck gemacht, da hatten wir Probleme. Dann lief es besser.“ Enttäuschung herrschte dagegen beim FCA. „Freiburg hat im Gegensatz zu uns die Tore gemacht“, sagte Jan-Ingwer Callsen-Bracker.

Das Gästeteam von Trainer Markus Weinzierl verpasste es, mit einem Unentschieden beziehungsweise Sieg erstmals seit dem 3. Spieltag im September 2012 einen der letzten drei Ränge zu verlassen. Augsburg bleibt vor den beiden abschließenden Spieltagen auf Relegationsplatz 16 und hat nur noch zwei Punkte Vorsprung auf Verfolger 1899 Hoffenheim.

In einer abwechslungsreichen Partie konnten sich die Freiburger für die schmeichelhafte Führung nach der ersten Halbzeit bei ihrem Torhüter Baumann bedanken. Der 22-Jährige machte alleine drei Großchancen der zunächst überlegenen Augsburger mit großartigen Paraden zunichte. Vor allen Dingen gegen FCA-Torjäger Sascha Mölders (10./31.) reagierte Baumann prächtig. Auch Andre Hahn (11.) fand seinen Meister im U21-Nationalkeeper. Der Südkoreaner Dong Won Ji, der für die bayerischen Schwaben zuletzt drei von fünf Treffern erzielt hatte, wurde im letzten Moment abgeblockt (23.).

Dass die erste Hälfte von den Torhütern dominierte wurde, lag auch an Baumanns Gegenüber Alexander Manninger. Der Österreicher war nach seinen Achillessehnenproblemen wieder fit und verhinderte gleich in der 2. Minute den Rückstand. Manninger klärte in höchster Not, nachdem Außenverteidiger Paul Verhaegh eine Ecke von Max Kruse fast ins eigene Tor gelenkt hätte.

In der Folge übernahmen überraschenderweise die zunächst spritziger wirkenden Augsburger, die auf Außenverteidiger Matthias Ostrzolek (Gelbsperre) verzichten mussten, die Initiative. Mit frühem Forechecking kauften sie der Mannschaft von Christian Streich lange den Schneid ab und deckten immer wieder Schwächen in der Freiburger Defensive auf.

Manninger indes stand auch beim Gegentreffer im Blickpunkt. Einen Schuss von Schmid aus halbrechter Position ließ der Ex-Keeper von Juventus Turin nur nach vorne abprallen. Makiadi stand goldrichtig und staubte zur schmeichelhaften Führung der Breisgauer ab, bei denen der zuletzt gelb-gesperrte Kapitän Julian Schuster sowie der von einer Adduktorenverletzung wiedergenesene Jan Rosenthal in die Startelf gerückt waren. Manninger reagierte bei einem Kopfball von Schmid aber glänzend (42.).

Nach dem Wechsel forcierte Freiburg den Druck und suchte die Entscheidung. Der nach der Saison zur Borussia Mönchengladbach wechselnde Max Kruse (53.) verzog dabei nur knapp. Nur wenig später gelang dem quirligen Stürmer allerdings ein toller Pass auf Schmid, der mit seinem Treffer für die Vorentscheidung sorgte. Marcel De Jong klärte kurz darauf einen Schuss von Freiburgs Daniel Caligiuri auf der Torlinie (64.)

Beim SCF überzeugten Baumann und Kruse. Manninger sowie der mit seinen Standards gefährliche Tobias Werner verdienten sich bei den Gästen gute Noten.

sid

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