Freiburg lässt Cissé ziehen

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Papiss Demba Cissé ist nach Newcastle United gewechselt.

Freiburg - Schlusslicht SC Freiburg muss den Kampf um den Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga in der Rückrunde ohne seinen Top-Torjäger Papiss Demba Cissé bestreiten.

Der abstiegsbedrohte SC Freiburg hat vier Tage vor dem Bundesliga-Rückrundenstart einen schweren Rückschlag einstecken müssen: Top-Torjäger Papiss Demba Cissé verlässt das Breisgau und wird nach der Afrika-Meisterschaft für den englischen Premier-League-Klub Newcastle United stürmen. Der SC Freiburg bestätigte am Dienstagabend, dass sich Cissé und Newcastle über den Wechsel geeinigt haben, nachdem der 26-Jährige aus dem Trainingscamp der senegalesischen Nationalmannschaft zur medizinischen Untersuchung und abschließenden Gesprächen nach England gereist war. Er erhält in Newcastle einen Vertrag über fünfeinhalb Jahre, die Ablösesumme liegt bei rund 12 Millionen Euro.

 „Uns war klar, dass wir einen solchen Ausnahmespieler wie Papiss nicht dauerhaft im Breisgau halten können“, sagte Sportdirektor Dirk Dufner: „Wir sind sehr dankbar und stolz, dass er zwei Jahre lang Teil unseres Teams war und mit seinen 37 Liga-Toren in 65 Spielen zu den erfolgreichen Spielzeiten seit dem Aufstieg beigetragen hat.“

Cissé wird bei den „Magpies“ nach dem Ende der Afrika-Meisterschaft gemeinsam mit dem früheren Hoffenheimer Bundesliga-Profi Demba Ba auf Torejagd gehen. „Ich liebe die Premier League und möchte mir dort einen Namen machen, wie es mein Freund Demba Ba derzeit tut“, hatte Cissé bereits gesagt. Jetzt freut er sich, „bei so einem großen Klub zu spielen“. Als ersten Ersatz hat der SCF am Dienstag die Verpflichtung des Angreifers Sebastian Freis vom 1. FC Köln bekannt gegeben.

Cissé erzielte für den Tabellenletzten in der Hinrunde neun Tore, konnte aber insgesamt nicht an die Leistungen des Vorjahres anknüpfen. In der Saison 2010/2011 hatte Cissé 22 Treffer erzielt. Bereits im Sommer stand der Stürmer unmittelbar vor einem Wechsel nach Newcastle, doch der Transfer scheiterte am Ende an Details. „Ich will eines Tages unbedingt in England spielen“, hatte Cissé anschließend erklärt.

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Zuletzt war auch der Newcastle-Konkurrent AFC Sunderland mit einem Angebot an den Berater Cissés herangetreten. Doch der schussgewaltige Angreifer entschied sich für das besser dotierte Angebot von Newcastle United. Dass die Breisgauer bereits am Dienstagmittag die Verpflichtung von Freis bestätigten, deutete bereits darauf hin, dass sie den Kampf um Cissé endgültig aufgegeben hatten.

Ursprünglich stand Cissé in Freiburg noch bis 2014 unter Vertrag. Doch Sportchef Dirk Dufner befürchtete offenbar, dass die Ablöse von 12 Millionen Euro nur noch in dieser Transferperiode zu realisieren ist.

Neben Freis hatte der SC am Dienstag auch Innenverteidiger Michael Lumb verpflichtet. Der Däne wechselt vom russischen Erstligisten Zenit St. Petersburg in den Breisgau. Lumb wird von den Freiburgern zunächst bis zum Saisonende ausgeliehen, anschließend soll er zurück nach St. Petersburg. Der 24-Jährige war 2008 zum besten Nachwuchsspieler Dänemarks gewählt worden.

sid

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