Frankfurt patzt - Aachen siegt

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Gabor Kiraly zeigte bei der Frankfurter Schlussoffensive eine starke Leistung.

München -  Das schnellste Gegentor dieser Saison hat der TSV 1860 München gegen Tabellenführer Eintracht Frankfurt erzielt. Alemannia Aachen siegte im Kellerduell gegen den Karlsruher SC.

Fußball-Zweitligist 1860 München hat Eintracht Frankfurt die erste Niederlage der Saison zugefügt. Dabei schoss Djordje Rakic nach 12,4 Sekunden das schnellste Tor dieser Spielzeit. Kevin Volland erhöhte in der 67. Minute auf 2:0. Theofanis Gekas erzielte in der Schlussminute noch den Anschlusstreffer zum 2:1 (1:0)-Endstand. Für Frankfurt war es die erste Niederlage nach zehn Siegen und fünf Unentschieden. 1860 München siegte zum zweiten Mal in Serie.

Die Frankfurter traten erstmals in dieser Saison als Tabellenführer an und wollten die Spitzenposition vor 30.660 Zuschauern in München verteidigen. Doch das Spiel hatte kaum begonnen, da gerieten die Hessen, die sogar Anstoß hatten, bereits in Rückstand. Bei seiner Rückkehr in die Startelf nach mehrmonatiger Verletzungspause vertändelte Georgios Tzavellas den Ball im Mittelfeld. Stefan Aigner nutzte den Patzer und bediente nach kurzem Sprint Rakic. Der Serbe sorgte mit seinem von Anderson abgefälschten Schuss für die Führung.

Nikolov ausgewechselt

In der Folge entwickelte sich ein zerfahrenes Spiel ohne große Höhepunkte. Frankfurt fand lange nicht zu gewohnter Spielstärke und kam durch Fehlpässe immer wieder aus der Ruhe. 1860 konzentrierte sich auf gelegentliche Vorstöße. Mit der zweiten Chance der “Löwen“ hätte Kevin Volland fast das zweite Tor geschossen. Doch der 19-Jährige verpasste die Flanke von Rakic um Haaresbreite. Auf Frankfurter Seite kam es kurz darauf zu einem Torwartwechsel. Oka Nikolov hatte sich eine Zerrung im Kniegelenk zugezogen und musste gegen Thomas Kessler ausgewechselt werden (40.).

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Die zweite Hälfte begann wie die erste. Kurz nach Wiederanpfiff hätte der für den am Sprunggelenk verletzten Arne Feick eingewechselte Stefan Buck fast erhöht (48.), doch Kessler war zur Stelle. Frankfurt kam jetzt besser ins Spiel und erarbeitete sich vor allem durch Theofanis Gekas Chancen. München blieb aber effektiver. So vollendete Volland (67.) nach einem Konter zum 2:0. Nun machte Frankfurt mehr Druck, kam aber nur noch zum Anschlusstreffer durch Gekas.

Befreiungsschlag für Funkel

Alemannia Aachen hat im Kellerduell der 2. Fußball-Bundesliga beim Karlsruher SC einen richtungweisenden Sieg gefeiert. Die Mannschaft von Trainer Friedhelm Funkel setzte sich mit 2:0 (1:0) durch. Die Alemannia holte damit den zweiten Sieg in dieser Saison und verließ mit zwölf Punkten die Abstiegsränge. Für die Karlsruher steht eine trostlose Bilanz von nur einem Dreier in den letzten 13 Begegnungen zu Buche. Der KSC (ebenfalls 12 Zähler) rutschte auf Relegationsplatz 16 ab.

In der 36. Minute gingen die Aachener durch Sergiu Radu überraschend in Führung, nachdem zuvor die Karlsruher klar das Spiel bestimmt hatten. In der 87. Minute nutzte dann Benjamin Auer ein glänzendes Zuspiel von David Odonkor zur Entscheidung. Der neue KSC-Trainer Jörg Andersen verpasste damit bei seinem Heimdebüt einen wichtigen Dreier, nachdem es im Premierenspiel ein 1:2 in Paderborn gegeben hatte.

Die Badener machten von Beginn mehr Druck, legten mehr Laufbereitschaft an den Tag. Die Gäste fanden zunächst überhaupt nicht ihren Rhythmus, wirkten in der Spielanlage zu statisch und benötigen viel zu lange, um das Mittelfeld zu überbrücken. Der Treffer Radus stelle das Spiel auf den Kopf.

In der zweiten Halbzeit besaß Alemannia-Kapitän Auer (56.) freistehend per Kopf die große Chance zur Resultatserhöhung, der Ball verfehlte aber knapp das Ziel. Die Hausherren waren zwar bemüht, konnten sich aber nicht mehr so entscheidend in Szene setzen. Aachen konterte seinerseits erfolgreich.

Die herausragenden Kräfte bei Karlsruhe waren Dennis Kempe und Gaetan Krebs . Aufseiten der Aachener gefielen vor allem Radu und Kim Falkenberg.

dapd/SID

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